Herzhaft - vegetarisch

Grundrezept Tomatensauce – eingekocht

Tomatensauce

Der ein oder andere hat es bei Instagram schon mitbekommen – unsere Tomatenpflanzen haben dieses Jahr so richtig Gas gegeben. Ich habe hunderte Cocktailtomaten geerntet und gefuttert. Viele einfach im Vorbeigehen oder beim Gießen. Die waren sosososooooo lecker. Unsere Ochsenherztomate hat sich im Gewächshaus wohl nur so ein bisschen wohl gefühlt. Sie überwucherte das gesamte Gewächshaus – außen! Bereits nach kurzer Zeit ist sie auf beiden Seiten durch die Fenster gewachsen. Wir haben sie seit Monaten nicht mehr schließen können. Am Wochenende war es nun so weit und wir haben einen Kahlschlag gemacht und die Pflanze ordentlich eingekürzt und dabei fünf Kilo !!!! Tomaten geerntet. Und wir haben im Laufe der Saison bestimmt schon 10 Kilo Tomaten von dieser Pflanze geerntet, allerdings immer einzelne Früchte. Da man so viele Tomaten auf einmal einfach nicht essen kann haben wir sie sofort zu einer Tomatensauce verarbeitet die im Anschluss eingekocht wurde.

Tomatensauce

Es hat nicht lange gedauert, da wurde ich von vielen Seiten nach dem Rezept für diese Sauce gefragt. Da es jetzt noch heimische Tomaten gibt und viele von euch auch selbst welche in ihrem Garten oder auf dem Balkon gepflanzt haben komme ich diesem Ruf natürlich gerne nach und teile mein Rezept mit euch. Ich möchte euch allerdings noch auf ein paar Dinge hinweisen. Die Sauce stellt eine einkochtaugliche Basisvariante einer Tomatensauce dar. Sie wurde nicht mit Stärke oder anderen Mitteln angedickt, es wurde kein Wasser hinzugegeben. Sie besteht eigentlich nur aus Tomaten, Kräutern und Gewürzen. Wichtig ist ein Stabmixer*. Ich belasse die Sauce in dieser Basisvariante aus einem einfachen Grund: so kann ich sie ganz vielfältig nutzen nachdem ich sie eingekocht habe. Deshalb verwende ich auch verschiedene Glasgrößen beim Einkochen. Ganz kleine Gläser für Pizza, größere Gläser oder gar Flaschen für Saucen und Suppen. So habe ich immer die richtige Größe parat. Genauso handhabe ich es mit der Würze. Zwiebeln, Knoblauch, Schärfe und Co. lasse ich bewusst weg und gebe sie erst dann hinzu, wenn ich die Sauce öffne und bewusst für ein bestimmtes Gericht brauche. So bin ich immer flexibel und kann variieren.

Tomatensauce

Tomatensauce

Ingredients

  • 2 Kilogramm reife Ochsenherztomaten
  • eine Handvoll frischen Basilikum
  • einige Zweige frischer Thymian
  • eine Handvoll frischer Salbei
  • 3 EL Zucker
  • 3 EL Salz
  • 1 EL frisch gemahlener Pfeffer

Instructions

1

Die Tomaten waschen und den Strunk entfernen. Dann in grobe Stücke schneiden und in einen Topf geben und zum Kochen bringen.

2

Die Kräuter waschen. Basilikum und Salbei vom Strunk lösen und zu den Tomaten geben. Die Thymianzweige zusammenbinden und ebenfalls zu den Tomaten in den Topf geben.

3

Alles etwa 15 Minuten bei mittlerer Hitze kochen lassen.

4

Zucker, Salz und Pfeffer hinzugeben und etwa fünf Minuten weiter simmern lassen.

5

Die Thymianzweige entfernen und die Sauce mit dem Pürierstab fein pürieren. Kosten und ggf. nochmal abschmecken.

6

Zum Konservieren der Sauce, diese in saubere Gläser* abfüllen und für 30 Minuten bei 90 Grad Celsius im Einkochautomat* einkochen.

Zum Einkochen sei Folgendes gesagt: ich koche mittlerweile ausschließlich im Einkochautomat* ein – das hat mehrere Gründe. Zum einen koche ich meist große Mengen auf einmal ein, der Topf fasst sehr viele Gläser. Zum anderen weiß ich hier sicher, dass die notwendige Temperatur erreicht wird, er verfügt über eine Zeitschaltuhr und schaltet sich nach der eingestellten Zeit automatisch ab. Dabei kann ich den Topf vollkommen alleine arbeiten lassen und muss kein Auge auf ihn haben. Die Zeit beginnt erst dann zu laufen, wenn die eingestellte Temperatur erreicht worden ist. Natürlich kann man auch im Backofen, Schnellkochtopf oder im normalen Kochtopf einkochen. Allerdings sind das Methoden, die einfach ein wenig ungenauer und risikobehafteter sind. Und sie brauchen meist auch mehr Energie. Auf das Einkochen der Sauce würde ich übrigens in keinem Fall verzichten. Heiß abfüllen funktioniert tatsächlich nur bei Marmelade, deren Fruchtgehalt und Zuckergehalt sich in einem Verhältnis von 1:1 gegenüber stehen. Auch wenn immer wieder davon berichtet wird, dass die Sachen trotz ausschließlich heißem Abfüllen nicht schlecht geworden sind – ich empfehle das auf keinen Fall. Und überlegt mal: ihr stellt euch in die Küche, widmet euch dem Gemüse, den Kräutern und kocht eine leckere Sauce. Dann füllt ihr sie nur heiß ab, die gesamte Marge wird schlecht und ihr könnt sie nur noch wegwerfen… Das wäre doch einfach super schade! Und auch unnötig, denn es lässt sich leicht vermeiden. Klar, es kann auch beim Einkochen immer mal wieder zu einem schlechten Glas kommen. Aber das ist doch deutlich seltener der Fall. Und wenn ihr sauber und ordentlich arbeitet, dann wird das auch nicht all zu oft passieren. Ich wünsche euch viel Erfolg und viel Freude beim Konservieren des Sommers.

Tomatensauce

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