Herzhaft - vegetarisch

Süß-saure Chilisauce

In den letzten Wochen musste mein Einkochautomat* Höchstleistungen vollbringen. Der Garten gibt noch einmal richtig Gas, bevor es langsam aber sicher dem Ende des Sommers entgegen geht. Aber so ein bisschen Zeit haben wir ja noch und dementsprechend steht auch noch die ein oder andere Ernte an. Ich habe eine Chilipflanze im Gewächshaus, die Chilis am laufenden Band produziert. Fire Ball heißt die Sorte. Die darf im nächsten Jahr auf jeden Fall wieder einziehen. Und weil ich wöchentlich etwa 20-30 Fire Balls ernten kann, müssen die natürlich auch irgendwie verarbeitet werden. Zum Beispiel zu einer leckeren süß-sauren Chilisauce!

Die süß-sauren Chilisaucen kennt ihr sicher alle vom Asiaten um die Ecke. Sie stehen dort eigentlich an jedem Tisch, schmecken super lecker sind aber vollgepackt mit Dingen, die zumindest ich eigentlich nicht so unbedingt essen möchte. Zumal ich die Hälfte der Zutatenliste ehrlicherweise auch gar nicht verstehe, ich habe immerhin Jura und nicht Chemie studiert. 😉 Lange hab ich gesucht und rumprobiert. Die meisten Chilisaucen tendieren eher dazu ein scharfer Ketchup zu sein. Oftmals eine Tomatenbasis, das ist ohne Frage sehr lecker, aber nicht das was ich haben wollte. Nun aber bin ich fündig geworden. In einem meiner vielen Bücher, das Rezept habe ich dennoch abgewandelt, die ursprüngliche Version war mir nicht lecker genug. Nun, nach der dritte Ladung Sauce bin ich aber vollauf zufrieden.

Was ich euch bei der Zubereitung auf jeden Fall empfehle: nutzt einen kleinen Häcksler oder Mixer und schneidet die Zutaten nicht von Hand. Die Sauce färbt sich dadurch gleichmäßiger und auch die kleinen, charakteristischen Stückchen sehen so einfach netter aus. Dem Geschmack tut es keinen Abbruch wenn ihr das nicht macht, der Optik aber in jedem Fall. Ich nutze dafür immer den kleien Mixbehälter meines Stabmixers*. Funktioniert wunderbar. Und: vergesst nicht euch Handschuhe anzuziehen! 😉

Süß-saure Chilisauce

Serves: ca. 600ml
Prep Time: 5 Minuten Cooking Time: 25 Minuten

Ingredients

  • 6 rote Chilischoten mittlerer Schärfe
  • 2-3 rote Chilischoten, sehr scharf
  • 6 Zehen Knoblauch
  • eine rote Paprikaschote
  • 100ml Reisessig
  • 160g Zucker
  • 2 EL Fischsauce
  • 1 TL Salz
  • 1/2 TL gemahlener Zimt
  • 400ml Wasser

Instructions

1

Die Paprika- und die Chilischoten waschen, vom Strunk befreien, halbieren und entkernen. Den Knoblauch schälen. Alles zusammen mit dem Reisessig in einen Mixbehälter geben und auf höchster Stufe ordentlich zerkleinern bis nur noch kleine Stückchen zu sehen sind.

2

In einem Topf das Wasser, die Gewürze und die Chili-Masse aufkochen lassen.

3

Für etwa 20 Minuten bei mittlerer Hitze einkochen lassen bis sie beginnt einzudicken.

4

Die Chilisauce in saubere, trockene Gläser oder Flaschen abfüllen.

5

Die Sauce ist so einige Tage im Kühlschrank haltbar. Wer sie auf Vorrat kocht sollte die Sauce im Einkochautomat bei 90°C noch für 30 Minuten einkochen. Sie ist dann, kühl und dunkle gelagert, für mindestens ein Jahr haltbar (sofern absolut sauber gearbeitet wurde).

Meine bessere Hälfte liebt ja scharfes Essen. Chilisauce ist nahezu täglich im Einsatz, Pfeffer verbrauchen wir in Unmengen und auch gemahlene Chilischoten finden sich nahezu in jedem Gericht. Ich bin überzeugt, dass „normale“ Esser unser Abendessen vermutlich nicht essen wollen würden… Ich habe früher selbst nie scharf gegessen, aber mei, man gewöhnt sich an alles 😉 Die Schärfe eurer Sauce könnt ihr natürlich selbst bestimmen. Mögt ihr sie lieber mit ordentlich wumms, dann nehmt ausschließlich sehr scharfe Chilischoten. Mögt ihr sie gerne etwas milder, dann mischt sie oder lasst die richtig scharfen einfach komplett weg und ersetzt sie durch mäßig scharfe Varianten. Ihr könnt freilich auch auf gründe oder gelbe Schoten zurückgreifen, die Sauce wird dann nur keine rote Farbe annehmen. Habt Spaß beim Nachkochen!

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Ein Kommentar

  • Antworten
    irina
    26. August 2018 at 6:42

    Liebe Jasmin, ich habe die Sauce gleich gerstern mal ausprobiert: sehr lecker!
    Danke fürs Rezept und einen schönen Sonntag! 🙂

  • Antworten

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