Herzhaft - vegetarisch

Schnelle Sonntagsbrötchen

Sonntagsbrötchen

Dieses Rezept für schnelle Sonntagsbrötchen habe ich vor geraumer Zeit mal bei Pinterest entdeckt und mir aufgeschrieben. Man findet es auf diversen Homepages, bei Chefkoch und in Zeitschriften. Das hat einen ganz einfachen Grund: es ist wunderbar! Dieses Rezept ist so simpel aber dennoch gut, dass ich die Semmeln heute schon zum zweiten Mal gebacken hab. Schnelle Sonntagsbrötchen eben.

Die Brötchen basieren auf einem einfachen Hefeteig. Ohne Schnick-Schnack, es funktioniert mit Trocken- oder frischer Hefe gleichermaßen gut. Ich bevorzuge im Regelfall Frischhefe, hab diese aber auch nicht immer zuhause und greife dann schon auch mal zu der getrockneten Variante. Für das „Topping“ der Semmeln habe ich einfach ein paar Sonnenblumenkerne, Leinsamen und Sesam verwendet. Warum? Weil ich genau das im Regal stehen hab. Und tatsächlich schmecken so kleine Semmelchen mit ein paar Körnern oder Sämereien direkt nochmal besser als ohne, finde ich.

Sonntagsbrötchen

Natürlich ist das hier nicht die große Kunst des Semmelbackens – um Himmels Willen. Es sind einfach nur schlichte, schnelle Sonntagsbrötchen. Nicht mehr und nicht weniger. Dennoch bin ich mir ziemlich sicher, dass sie rein von den Zutaten betrachtet gesünder sind, als so manches Aufback- oder Backkettenbrötchen. Insofern schadet selbst machen hier in keinem Fall. Ihr müsst ein wenig Zeit einplanen, Hefeteig möchte immer ein wenig ruhen und gehen. Aber abgesehen davon braucht ihr nur wenige Minuten für die Zubereitung und den Backvorgang selbst.

Sonntagsbrötchen

Serves: 6-8 Stück
Cooking Time: 75 Minuten Gehzeit, 20 Minuten Backzeit

Ingredients

  • 1/2 Würfel frische Hefe
  • 300g Mehl
  • 200ml lauwarmes Wasser
  • 1 TL Salz
  • 1 TL Zucker
  • 1 EL Öl
  • 1 Ei
  • verschiedene Saaten und Kerne fürs Topping

Instructions

1

Für das "Dampferl" das Mehl in eine Schüssel geben und in der Mitte eine Kuhle formen. In diese den Zucker geben und die Hefe hineinbröseln. Sodann das lauwarme Wasser zugeben und die Kuhle mit etwas Mehl bedecken. Die Schüssel dann mit einem Tuch abdecken und etwa zehn Minuten stehen lassen.

2

Die Hefe sollte dann zu arbeiten begonnen haben - in der Kuhle ist sie etwas aufgegangen und hat Blasen geworfen. Nun das Salz und das Öl zufügen und alles für etwa fünf Minuten in der Küchenmaschine mit dem Knethaken verkneten oder aber etwa zehn Minuten per Hand. Der Teig sollte nicht mehr klebrig sein. Den Teig zu einer Kugel formen und zurück in die Schüssel legen. Diese mit einem Tuch bedecken und an einen warmen, zugluftfreien Ort stellen. Der Teig sollte nun für etwa 45 Minuten gehen.

3

Der Hefeteig hat nach der Gehzeit sein Volumen etwa verdoppelt. Formt ihn nun zu einer langen, dicken Rolle und schneidet ihn in 6-8 gleichgroße Teile. Formt daraus runde Teigbällchen. Legt diese auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech und deckt sie erneut mit einem Tuch ab. Die Bällchen nun erneut an einem warmen und zugluftfreien Ort für weitere 30 Minuten gehen lassen.

4

Den Ofen auf etwa 200 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen. Ein Ei aufschlagen und mit einem Esslöffel Wasser verquirlen. Die Brötchen damit bestreichen und als Topping diverse Saaten und Körner darauf streuen. Die Semmeln nun goldbraun im Ofen für etwa 15-20 Minuten backen.

5

Kurz Auskühlen lassen und dann genießen.

Sonntagsbrötchen

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2 Kommentare

  • Antworten
    Frank
    13. März 2018 at 16:45

    Hallo Jasmin,

    entschuldige bitte, ich muß hier mal widersprechen.
    Man kann wie oben beschrieben Brötchen backen. Sollte es der Gesundheit wegen jedoch nie nimmer nicht !!
    Du benutzt 7%!! Hefe in Deinem Rezept, deshalb werden es „schnelle Brötchen“
    Aber alle ungesunden Stoffe im Mehl (egal in welchen, Stichwort Fodmaps u.a.) werden bei diesen kurzen halbStunden Zeiten nicht abgebaut. Vergiss einfach alles was in alten Kochbüchern und in Foren wie Pinterest o.ä. geschrieben steht.
    Es gibt sehr sehr gute Blogs zum Thema Brot und Brötchen.
    Der meiner Meinung nach beste ist Lutz Geißler https://www.ploetzblog.de
    Aber auch ketex, das sauerteigforum, Dietmar Kapl (http://www.homebaking.at) um nur einige zu nennen.
    Um „schnelle“ Brötchen zu bekommen kann man z.B. abends einen Teig ansetzen (ca 1100g Teig mit ungefähr 0,5- 1% Hefe auf das Mehl)
    Den fertigen Teig bemehlen und in eine geölte möglichst rechteckige Schüssel legen. Schüssel abgedeckt über Nacht im Kühlschrank lagern
    Morgens Teigschüssel herausholen (ca. 1h „erwärmen“ lassen), Ofen anschalten und nochmal 1h ins Bett.
    Anschließend den Teig vorsichtig von der Schüssel auf den bemehlten Tisch bringen.
    12 Teiglinge abstechen nicht nochmal bearbeiten, auf Backpapier absetzen, einschneiden und sofort für 20min im Ofen backen.
    Guten Appetit!

    Du kannst mir ruhig Deine Meinung dazu an meine e-mail adresse „geigen“
    Viele liebe Grüße
    Frank

    • Antworten
      Jassy
      13. März 2018 at 16:53

      Hallo Frank, einen Widerspruch sehe ich hier nicht zwingend. Es ist wie so oft: es gibt solche und solche Wege. Ich kenne den Blog von Lutz und auch seine Bücher. Und ich schätze sie sehr. Ich kenne auch die Methode, dass man Abends einen Teig ansetzt, die über Nacht „arbeiten“ lässt und letztlich am nächsten Morgen seine Brötchen bäckt. Aber ich kenne auch mich selbst und viele andere: es fällt einem genau dann erst ein, wenn man seine Brötchen haben möchte. Und dann backt man eben die schnellen Brötchen wie hier im Rezept angegeben.
      Ja, und ich kenne auch das Thema bzgl. Fodmaps etc. Dennoch halte ich mich diesbezüglich bewusst zurück. Gerade was ungesunde Stoffe etc. angeht. Es steht jedem frei, das nach seinem Dafürhalten zu handhaben. So auch mit der Tonkabohne, der Muskatnuss, konventionell angebautem Gemüse und Co. Ich möchte niemandem etwas aufzwingen und niemanden missionieren. Leben und leben lassen, das ist meine Devise. Die gilt auch beim Brot und Brötchen backen. Ich danke dir für deinen ausführlichen Kommentar.

      Viele Grüße aus München
      Jasmin

    Antworten

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