Restaurantempfehlung

Zu Besuch bei „The Hut“ – die Alm mitten in München

The Hut –die Alm mitten in München
Copyright des Titelbildes: Le Méridien München

Wusstet ihr, dass ihr für einen Besuch einer Alm die Großstadt München aktuell gar nicht mal verlassen müsst? Vielmehr befindet sich direkt gegenüber vom Hauptbahnhof, im Innenhof des Hotels „Le Méridien“, „The Hut – die Alm in München“. Und dieser besonderen Location haben meine bessere Hälfte und ich gestern einen Besuch abgestattet.

The Hut –die Alm mitten in München

Vorweg sei gesagt: wenn man nicht weiß, dass sich hinter den Türen des „Le Méridien“ dieses wunderbare Hütterl befindet, dann wird man auch nicht darauf gestoßen. Das ist etwas schade, denn das erste Schild findet sich tatsächlich erst IM Hotel. Also scheut euch nicht und geht einfach rein. Fragt euch dann einfach an der Rezeption zur Alm durch, oder geht ganz selbstbewusst durch die Tür, die sich links in der Glasfront befindet, direkt in den Innenhof. Dort steht sie auch schon, die Alm. Gerade jetzt in der dunklen Jahreszeit ist sie Abends ganz herrlich beleuchtet und sieht sehr heimelig und wohlig warm aus. Gestern war auch wirklich das passende Wetter dazu, es hatte doch tatsächlich das erste Mal Minusgrade.

Glühbier The Hut –die Alm mitten in München

Bei diesen Temperaturen war ich um ein Glas Glühbier als Aperitif wirklich sehr dankbar. Ist euch Glühbier ein Begriff? Ich kannte es bis dato nicht. Der Kellner erklärte uns, dass es ein herkömmlich gebrautes Bier ist. Das Bier darf nach dem Brauen noch einige Tage ruhen um dann eine Symbiose mit Kirschmost einzugehen. Es wird dadurch auch haltbarer – das ermöglicht ein Warmhalten auf etwa 65°C. Und was soll ich sagen? Es schmeckt weder nach Bier noch nach Glühwein. Aber einzigartig lecker. Winterlich, würzig, weihnachtlich. Probiert es unbedingt mal aus.

The Hut –die Alm mitten in München

Wir wurden sehr herzlich in der Alm begrüßt. Während wir unser Glühbier probierten, wurde uns die Karte gebracht. Sie ist klein aber fein. Ihr findet darauf kalte Vorspeisen und Suppen. Für den großen Hunger gibt es deftige Fleischgerichte wie beispielsweise Hirschgulasch oder auch das klassische Schnitzel. Aber keine Angst, auch Vegetarier kommen (sofern sie einen Mitstreiter finden) voll auf ihre Kosten: mit dem Gletscher-Fondue, ein wahnsinnig leckeres Käsefondue. Und genau dort sind wir nach einer Empfehlung auch gelandet. Das Fondue könnt ihr in zwei Varianten haben: entweder in der klassischen Hausmischung oder die ausgefallene Version mit Champagner-Trüffel. Wir haben die Hausmischung bestellt und schwebten bestimmt eine Stunde lang im siebten Käsehimmel.

Käsefondue The Hut –die Alm mitten in München

Natürlich bekommt man nicht einfach einen Topf voll Käse vor sich hingestellt, nein es folgen noch kleine Schälchen gefüllt mit gekochten Kartoffeln, Brot und Mixed Pickles. Und das Tolle: sobald die Schälchen leer sind, werden sie wie von Zauberhand wieder aufgefüllt. So lange, bis euer Fonduetopf leer ist, oder ihr kugelrund aufgebt 😉 Wir haben unseren Topf tatsächlich aufgegessen, aber dann war erst einmal eine kleine Verdauungspause nötig.

Kösefondue The Hut –die Alm mitten in München

Neben dem Glühbier habt ihr natürlich eine weitere Auswahl an klassischen Getränken. Weißbier, Helles (sogar Giesinger gibt es hier), Softdrinks oder Mineralwasser. Alles was das Herz begehrt. Und wem der Hauptgang schon zu viel war, der kann sich auch ein leckeres Verdauungsschnäpschen gönnen: aktuell stehen Schlehe, Marille und Waldhimbeere (wirklich sehr aromatisch) zur Auswahl.

The Hut –die Alm mitten in München

Als große Kaiserschmarrnfans führte kein Weg an dieser Nachspeise vorbei. Als Alternative gäbe es auch einen knusprigen Apfelstrudel mit Vanillesauce oder -eis. Wir wurden auch hier freundlich darauf hingewiesen, dass die Zubereitung etwa 15-20 Minuten in Anspruch nehmen wird. Ein sehr gutes Zeichen, denn dann ist der Kaiserschmarrn auch wirklich frisch! Uns war das nur Recht, mussten wir doch sowieso ersteinmal ein wenig Platz im Bauch schaffen, dort hatte sich das Käsefondue ja doch ganz schön breit gemacht. (Jetzt wo ich davon schreibe bekomme ich direkt wieder Lust auf dieses leckere Fondue).

Kaiserschmarrn The Hut –die Alm mitten in München

In jedem Fall war es eine sehr weise Entscheidung, nur eine Nachspeise miteinander zu bestellen. Diese Portion war sososoooo groß, die hätte weder ich noch Daniel alleine geschafft. Und ein Blick zum Nachbartisch verriet uns: abgesehen davon einem zweiten Zwetschgenröster hatte sich die Portion auch für den alleinstehenden Herren nicht verkleinert. Wahnsinn. Und dann war das Dessert auch noch wirklich sehr gut. Köstlich! Der Zwetschgenröster hat bereits beim Abstellen auf dem Tisch seinen wunderbar weihnachtlichen Duft verströmt. Ein Hauch Zimt, etwas Nelke, ein wenig Sternanis. Köstlich!

The Hut –die Alm mitten in München

Die Alm bietet aktuell Platz für 35 Gäste. Ihr könnt darin also wunderbar Weihnachtsfeiern im kleinen Kreise abhalten. Noch sind ein paar Abende frei, also scheut euch nicht nachzufragen. Ansonsten bietet es sich generell an, vorher zu Reservieren. Nicht dass ihr vor einer vollen Alm steht und keinen Platz mehr bekommt. Zunächst war geplant, dass das nette Hütterl bis 22.12 seine Pforten geöffnet haben wird. Aber man munkelt, dass die Alm nun bis einschließlich 31.12.2017 offen haben wird! 🙂 Zur Inneneinrichtung sei noch gesagt: ihr fühlt euch wirklich wie in einer urigen Skihüttn. Alte Skier, Brotwannen, Kochgeschirr etc. zieren die Wände. Ihr sitzt an Holztischen, auf Holzbänken. Gepolstert sind diese mit einem wärmenden Schaffell. Und dank eines Gebläses ist es wohlig warm in der Hütte. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall, vor allem wenn ein Weg in die Berge gerade einfach zu weit ist.

Das Le Méridien München lud uns unverbindlich in die Alm zum Essen ein. Herzlichen Dank dafür.
Meine Meinung wurde davon in keiner Weise beeinflusst.

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5 Comments

  • Reply
    Karl
    16. November 2017 at 23:49

    Hat die Alm nur am Abend geöffnet, oder auch Mittag?

    • Reply
      Jassy
      16. November 2017 at 23:53

      Lieber Karl,

      die Alm hat täglich von 18-23 Uhr geöffnet.

      Viele Grüße

      Jasmin

  • Reply
    Karl
    17. November 2017 at 14:07

    danke 😉

  • Reply
    Alexander
    7. Dezember 2017 at 15:43

    Ach Mensch, sehr schön geschrieben, da muss ich jetzt auch hin. So was! ..übrigens: bei der Lantenhammer Destillerie fahre ich jedes Mal auf dem Heimweg vorbei. Ist ja richtig spitze, dass die so lokal vernetzt sind, auch mit dem Giesinger – das wiederum ist nämlich eine Straße um’s Eck bei meiner Arbeit 🙂

    • Reply
      Jassy
      9. Dezember 2017 at 15:00

      Heyho Alex,
      jap, ein Besuch in der Alm lohnt sich auf jeden Fall. Noch hast du ja ein paar Tage Zeit 🙂 Ich finds auch super, dass man hier Wert auf regionale Produkte legt. Das macht das ganze gleich noch sympatischer! Und das Giesinger ist einfach super.

      Viele Grüße
      Jasmin

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