Süße Sünden

Zitronenkuchen ohne Reue – dank Xucker

Die Firma Xucker.de hat mir freundlicherweise einige Produkte kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt. Meine persönliche Meinung wurde jedoch dadurch nicht beeinflusst.

Ich esse gerne Kuchen. Und Muffins, und Desserts und allgemein Süßkram. Zu viel weißer Industriezucker ist jedoch nicht gerade gesund – das ist mittlerweile allgemein bekannt. In letzter Zeit habe ich daher einige Alternativen ausprobiert und möchte euch heute im Zuge dessen die Marke Xucker und ihre Produkte vorstellen. Und natürlich gibt es direkt noch ein Rezept dazu, wer hat Lust auf einen saftigen Zitronenkuchen? Dacht ich es mir doch 😉

Sowohl meine bessere Hälfte als auch meine Wenigkeit möchten uns generell gesünder ernähren. Nicht dass wir uns davor unbedingt schlecht ernährt hätten. Wir essen nur selten Fast Food, kochen frisch und ausgewogen, essen wenig Fleisch. Aber wir lieben beide Süßkram. Und wir fanden beide, dass es doch toll wäre, wenn man diesen weiterhin essen könnte, jedoch den normalen Industriezucker dabei irgendwie ersetzen könnte. Deswegen hab ich mich an den Computer gesetzt und ein wenig recherchiert. Nadine von Sweet Pie hat mich bereits letztes Jahr mit ihrem Projekt Zuckerfrei zum Nachdenken angeregt. Durch ihre tolle Gegenüberstellung diverser Alternativen zum Süßen bin ich auf Birkenzucker (Xylitol) aufmerksam geworden. Und mit Birkenzucker sowie Erythrit als alternativem Süßungsmittel habe ich mich in den letzten Wochen ausgiebig ausgetobt.

Austoben kann man sich deshalb gut, da Xucker.de* mittlerweile eine Vielzahl diverser Produkte auf den Markt gebracht hat, die die Abkehr vom normalen Haushaltszucker wirklich denkbar einfach gestalten. Xylith und Erythrit bekommt ihr bei ihnen pur, aber auch in Gestalt von fertigen Fruchtaufstrichen, Schokoladentafeln und mehr.

Die fertigen Produkte waren für mich persönlich eher weniger interessant, mit Ausnahme des Blaubeer Fruchtaufstrichs*. Ich war neugierig, wie er wohl schmecken mag. Und was soll ich sagen? KÖSTLICH! Man schmeckt nicht, dass darin kein Zucker sondern Xylit enthalten ist!

Hauptsächlich habe ich jedoch mit dem reinen Xylith Xucker und dem braunen Xucker „Bronxe“* gebacken und gesüßt. Die Handhabung ist denkbar einfach, denn ihr müsst nicht umrechnen. Man kann den Zucker 1:1 durch Xylith ersetzen. Und ich finde, dass man es im fertigen Kuchen, Muffin und Co. einfach nicht rausschmeckt. Es ist süß, es ist lecker und man hat vor allem nicht mit einem seltsamen Nachgeschmack wie oftmals bei anderen, alternativen Süßungsmitteln zu kämpfen. Lediglich der Teig im Rohzustand schmeckt etwas anders, denn das Xylith hinterlässt im Mund einen „kühlen Abgang“ und erinnert etwas an Minze (wobei es natürlich nicht nach Minze schmeckt sondern einfach nur einen kühlenden Effekt mit sich bringt). Der braune Zuckerersatz „Bronxe“ besteht indes aus Erythrit. Im Vergleich zu Xylith kann dieser Stoff sogar damit punkten, dass er mit 0 Kalorieren zu Buche schlägt. Wenn das nicht mal beudetet, dass man Süßkram ohne schlechtes Gewissen futtern kann? Xylith hingegen hat sehr wohl Kalorien, wenngleich auch etwa 40 Prozent weniger als herkömmlicher Zucker. Bei „Bronxe“ und somit generell bei Erythrit gilt jedoch: die Süßkraft beträgt nur etwa 70% Prozent von der des normalen Haushaltszuckers. Wollt ihr euer Gebäck, Getränk, etc. ähnlich süß wie mit normalem Zucker genießen, müsst ihr die verwendete Menge somit einfach etwas erhöhen.

Ich habe beim Backen „Bronxe“ im Verhältnis 1:1 verwendet und war eigentlich sogar positiv überrascht. Gerade in Kombination mit Schoko-Drops* ist das gewisse „weniger“ an Süße wirklich begrüßenswert. Ich habe normale Muffins mit Schoko-Drops gebacken. Den Teig habe ich dabei mit „Bronxe“ gesüßt und dann die Schoko-Drops untergehoben. Eine wirklich leckere süße Kleinigkeit, bei der der Charme gerade darin liegt, dass der Teig nicht so süß wie gewohnt ist.

Zitronenkuchen

Print Recipe
Serves: 1 Kastenform à 30cm Cooking Time: 50-60 Minuten

Ingredients

Instructions

1

Butter, Xucker und Vanillexucker miteinander zu einer cremigen, fluffigen Masse aufschlagen. Nacheinander die Eier unterrühren.

2

Die Zitronen heiß waschen, Schale abreiben und auspressen. Den Saft einer und den Schalenabrieb beider Zitronen unterrühren.

3

Mehl mit Backpulver vermengen und sieben. Unter stetigem Rühren zum Teig hinzugeben. Zuletzt die Prise Salz unterrühren.

4

Den Teig in eine gefettete und gemehlte Kastenform geben. Im vorgeheizten Backofen bei etwa 180°C Ober- und Unterhitze für zirka 50-60 Minuten goldbraun backen.

5

Sollte der Kuchen innen noch nicht durch sein, aber bereits oben beginnen braun zu werden, einfach mit etwas Alufolie abdecken und weiter backen.

6

Den Kuchen aus dem Ofen holen, einige Minuten setzen lassen. Dann Stürzen und mit einem Holzstäbchen einige Löcher in den Kuchen stechen und den restlichen Zitronensaft darüber gießen.

7

Auskühlen lassen, mit etwas Puderxucker bestäuben und genießen.

Es sei noch angemerkt: ich konnte weder bei der Verwendung von Xylith noch bei der Verwendung von Erythrit irgendwelche Veränderungen im Backverhalten bemerken. Ich habe lediglich den Haushaltszucker ersetzt und ansonsten alles wie immer gehandhabt.

Etwas was ich super spannend finde: es gibt auch Gelierxucker! Auf die Idee bin ich zu Anfang gar nicht gekommen, meine Marmelade ebenso mit einem Zuckerersatzstoff zu kochen. Ich hatte jedoch Bedenken – immerhin wird die Marmelade ja gerade wegen des relativen hohen Zuckergehalts konserviert, sodass man sie nicht noch separat einkochen musste. Auf Nachfrage wurde mir jedoch mitgeteilt, dass Xylit ebenso konservierende Eigenschaften besitzt wie Zucker und ich deshalb wie immer meine Marmelade damit kochen kann. Dass die Gläser sauber und idealerweise sterilisiert sein sollten, versteht sich hier natürlich von selbst – da würde sonst auch der Haushaltszucker keine Abhilfe schaffen. Natürlich habe ich auch schon den Gelierzucker ausprobiert. Ich habe einfach keinen Unterschied bemerken können. Weder bei der Kochzeit, noch bei der Handhabe selbst, noch im Geschmack. Wunderbar! Die Marmelade darf nun noch ein wenig im Keller ruhen, bin gespannt, ob sich der Geschmack eventuell noch entwickelt oder verändert. Alles in Allem war ich aber auch hier höchst zufrieden und bin wirklich begeistert, was sich alles ganz ohne Haushaltszucker ebenso köstlich aber doch deutlich gesünder zubereiten lässt.

Und falls nun noch immer jemand Lust zum Weiterlesen hat, möchte ich euch natürlich auch mit auf den Weg geben, warum Xucker bzw. Xylith und Erythrit so viel besser als normaler Haushaltszucker sind! Zum einen ruft der Konsum von Zucker unweigerlich unseren Blutzuckerspiegel auf den Plan – und zwar insofern, als dass dieser sehr schnell in die Höhe steigt. Das hat wiederum zur Folge, dass der Körper viel Insulin ausschütten muss. Beides ist auf Dauer nicht wirklich gut für unseren Köper, sowohl die Blutgefäße als auch die Bauchspeicheldrüse werden dadurch belastet. Birkenzucker und auch Erythrit schonen jedoch den Körper, da sie den Blutzuckerspiegel nur wenig und langsam bzw. sogar gar nicht ansteigen lassen. Und sie schonen auch eure Zähne! Denn die Bakterien die in unserem Mund leben, können weder Birkenzucker noch Erythrit zu Milchsäure verstoffwechseln. Das bedeutet, dass weniger Belag am Zahn direkt entsteht und auch weniger zahnschädliche Säuren produziert werden, die letztlich den Zahlschmelz angreifen und zu Karies führen. Wenn wir also keinen bzw. deutlich weniger Haushaltszucker essen, umgehen wir dieses Problem. Einige Studien sagen Xylith sogar eine remineralisierende Wirkung für die Zähne nach. Alles in allem sehr begrüßenswerte Effekte. Einen wichtigen Aspekt gibt es jedoch noch zu bedenken. So gut Xylith für uns Menschen sein kann, so verheerende Wirkungen kann dieser Wirkstoff beim Tier haben. Gerade bei Hunden indiziert Xylith eine Insulinausschüttung, die den Blutzuckerspiegel übermäßig stark senkt. Im schlimmsten Fall kann das zum Tode des Tieres führen. Dies sollte unbedingt bedacht werden.

Ich hoffe, ich konnte euch Xucker, Xylith und Erythrit etwas näher bringen und auch die Vorteile ein wenig darlegen. Wir verwenden mittlerweile nur noch höchst selten normalen Haushaltszucker und bereuen es in keinster Weise. Und wir müssen auch auf nichts verzichten 🙂

*Werbung / Affiliate Link

You Might Also Like

No Comments

Leave a Reply