Herzhaft - vegetarisch

Kartoffelbrot

Heute gibt es ein Brotrezept. Ich kann euch gleich vorwarnen: es wird demnächst noch ein paar mehr Brotrezepte geben. Seitdem ich meinen tollen gusseisernen Topf bei TK-Maxx gekauft habe, backe ich ständig Brot. Und es schmeckt auch einfach so wahnsinnig gut. Dieses Kartoffelbrot hier schmeckt sogar so gut, dass ich seit 2 Tagen nur Brot esse. Kochen? Nö! Kartoffelbrot! Es gibt Salat – mit Kartoffelbrot 😀 Es schmeckt wirklich fantastisch. Und das tolle an diesem Brot ist: wenn ihr mal gekochte Kartoffeln übrig habt, oder einfach noch einige rohe in der Kartoffelkiste liegen: nicht wegwerfen! Backt ein Brot daraus! Natürlich reichen die Kartoffeln alleine noch nicht, aber mit ein paar mehr Zutaten wird daraus wirklich ein sehr gutes! Gleich vorweg: dieses Rezept hier arbeitet mit Sauerteig. Ja, ich hatte einen gekauften Sauerteig zuhause und habe diesen verwendet (liegt einfach daran, dass dieses Brot hier tatsächlich das erste war, dass ich mit Sauerteig zubereitet habe). Es gibt jedoch auch Kartoffelbrotvarianten ohne Sauerteig. Ich werde euch demnächst ein tolles hier verlinken.

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Das Beste am selbst gebackenen Brot ist ja: ihr könnt es Essen wenn es noch warm ist. Zwar sollte man das Brot eigentlich komplett auskühlen lassen, BLAAAA – wisst ihr eigentlich wie lecker eine Scheibe frisches, warmes Brot mit Butter, etwas Salz und Schnittlauch ist? Probiert es! Ihr werdet nicht mehr darauf verzichten wollen. Zwar kann man eine Scheibe Brot auch anderweitig erhitzen, aber frisch gebacken und noch warm vom Ofen, das ist nicht mehr rekonstruierbar. Oder eine Scheibe warmes Brot mit Nutella. Ich sag es euch, das ist der Himmel auf Erden!

Als Henriette von LanisLeckerEcke diese Woche mal wieder aus dem Schwärmen über ihr Kartoffelbrot nicht rauskam, ich genau noch so viele Kartoffeln zuhause hatte wie benötigt, und dazu auch noch Lust auf Brot backen, war es um mich geschehen. Ich stolzierte also gegen 16 Uhr in die Küche und kochte Kartoffeln. Die danach zermantscht, kurz abkühlen lassen und mit den restlichen Zutaten vermengt schlichtete ich den gesamten Teig in meine größte Schüssel. Groß war sie, aber weder groß genug noch stabil genug. Während des Knetens habe ich die Schüssel gesprengt. Zwei Stunden nachdem ich den Teig dann zum Gehen in den Kühlschrank gesteckt hatte musste ich dann auch noch feststellen: die Schüssel ist viel zu klein. Also, damit meine ich wirklich erheblich zu klein. Ich habe den Teig daraufhin dann nochmals geteilt und in zwei separate Schüsseln gegeben (und auch in zwei separate Kühlschränke). Am nächsten Morgen stellte sich das als sehr kluge Entscheidung heraus, denn der Teig war in beiden Schüsseln bis zum Rand aufgegangen. Ich hätte wohl nicht schlecht gestaunt, wenn ich den Kühlschrank aufgemacht hätte und das Malheur aus einer Schüssel im Kühlschrank hätte zusammenkratzen dürfen. Übrigens hab ich mir gestern dann direkt eine neue, große Schüssel bei TK-Maxx geshoppt. Hatte ich schon erwähnt, dass mich der Laden arm machen wird?

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Üüüüübrigens, weil ich mehrfach aufgrund der Spoilerbilder drauf angesprochen wurde: das „Muster“ entsteht durch die Lagerung in einem Gärkörbchen*. Ich habe mir exakt dieses gekauft, aktuell ist es noch immer im Angebot. Es gibt sie in diversen Größen und auch in unterschiedlichen Formen und sogar mit unterschiedlichen „Mustern“. Nach dem Gehen lege ich meine Laibe nochmal für etwa 1-2 Stunden in die Gärkörbchen und lasse sie dann erst in den heißen Topf oder die Backform plumsen und backe sie.

Wie backt man nun ein Kartoffelbrot?

Wie weiter oben bereits erwähnt braucht ihr für dieses Brot Sauerteig und Hefe. Ich persönlich habe den Sauerteig von Seitenbacher* verwendet. Habe so ein Päckchen mal von meiner Mama bekommen und es war an der Teig den Sauerteig zu verwenden. Und nein, ich würde niemals nie nicht Müsli von dieser Firma kaufen, einfach weil mir die Radiowerbung so unsäglich auf die Nerven geht ;). Demnächst versuche ich mich an selbst angesetztem Sauerteig. Ich werde davon berichten! Falls ihr aber nur hin und wieder mal etwas Sauerteig verwenden wollt ist es absolut legitim, die kleinen fertigen zu kaufen. Falls ihr noch einen kleinen Bäcker irgendwo habt, könnt ihr oftmals auch dort einen erstehen!

Kartoffelbrot

Serves: 1 Laib à 1000 Gramm
Cooking Time: 45 Minuten Backzeit (muss über Nacht gehen!)

Ingredients

  • 400g Kartoffel
  • 2 EL Zuckerrübensirup
  • 1 Päckchen à 75g Natursauerteig
  • 20g Hefe
  • 350g Weizenmehl Typ 405
  • 325g Roggenmehl Typ 1150
  • 300ml lauwarmes Wasser
  • eine Prise Salz

Instructions

1

  • Zunächst müssen die Kartoffeln weich gekocht werden. Ich habe sie geschält, in grobe Würfel geschnitten und in gesalzenem Wasser für etwa 20 Minuten gar gekocht. Abgießen, in eine Schüssel füllen und fein zerstampfen oder durch eine Kartoffelpresse jagen. Lasst die Kartoffeln dann abkühlen bis sie nur noch handwarm sind.
  • 2

  • Vermengt dann den Zuckerrübensirup, den Sauerteig und die Hefe so miteinander, das eine glatte, homogene Masse entsteht. Gebt diese mit etwa 300ml lauwarmen Wasser, dem Weizen- sowie dem Roggenmehl und dem Salz in eine große Schüssel und verknetet den Teig ordentlich. Knetet sodann die Kartoffeln unter. Das könnt ihr entweder mit der Hand machen oder mit einer Küchenmaschine. Der Teig sollte dann für etwa 10 Minuten durchgeknetet werden.
  • 3

  • Formt den Teig dann zu einer Kugel, deckt die Schüssel mit einem Tuch oder etwas Folie ab und stellt sie über Nacht in den Kühlschrank. Am nächsten Morgen werdet ihr dann eine riiiiiiesen Teigkugel vorfinden. 🙂
  • 4

  • Knetet den Teig nochmal kurz durch, schlagt ihn von allen vier Seiten ein und formt einen Laib daraus. Diesen legt ihr dann in das gut gemehlte Gärkörbchen und lasst ihn darin nochmal etwa 1-2 Stunden abgedeckt an einem warmen Ort ruhen.
  • 5

  • Heizt euren Ofen auf 250 Grad Ober und Unterhitze vor. Falls ihr das Brot in einem gusseisernen Topf backen wollt, gebt diesen bereits mit in den Ofen hinein, sodass er ebenso aufgeheizt wird. Fasst unter keinen Umständen danach irgendetwas von diesem Topf mit bloßen Händen an.
  • 6

  • Wenn der Ofen heiß ist, lasst ihr den Laib direkt vom Gärkörbchen in den heißen Topf oder aber eine Backform plumsen.
  • 7

  • Schaltet den Ofen auf etwa 230 Grad herunter und backt das Brot darin für etwa 45 Minuten. Im Topf wird das Brot zunächst für 30 Minuten mit Deckel gebacken. Die restlichen 15 Minuten habe ich bei mir den Deckel abgenommen, da die Kruste noch sehr hell war. Sollte eure bereits dunkel sein, backt das Brot im geschlossenen Topf einfach weiter.
  • 8

  • Lasst das Brot dann auf einem Kuchengitter abkühlen - blaaaa siehe oben 😉 Warm futtern mit Nutella!
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    Das Brot bleibt lange frisch – sowohl angeschnitten, als auch als ganzer Laib. Ich habe direkt zwei Laibe gebacken und beide lagen einfach in der Küche an der Luft. Das erste wurde innerhalb von drei Tagen gefuttert. Das zweite wurde erst am vierten Tag angeschnitten und es war wie frisch gebacken. Das ist einfach nur toll. Und natürlich lecker.

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    Ich wünsche euch gutes Gelingen und viel Freude beim ausprobieren. Es ist wirklich nicht schwer und ihr werdet mit einem frischen, warmen Brot aus eurem eigenen Ofen belohnt. Ein Scheibe frischeses Brot mit Butter, Kräutern oder aber auch Nutella schmeckt einfach nur himmlisch.

    *Das ist ein Amazon Affiliate Link. Bestellt ihr darüber müsst ihr nicht mehr bezahlen, ich bekomme aber einen kleinen Obulus ähnlich einer Provision. Danke 🙂

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    2 Kommentare

  • Antworten
    Johanna
    6. Januar 2018 at 18:55

    Hallo,
    Vermengt dann den Zuckerrübensirup, den Sauerteig und die Hefe so miteinander, das eine glatte, homogene Masse entsteht. Gebt diese mit etwa 300ml lauwarmen Wasser, dem Weizen- sowie dem Roggenmehl und dem Salz in eine große Schüssel und verknetet den Teig ordentlich.

    UND DIE KARTOFFEL WEGWERFEN ???

    • Antworten
      Jassy
      10. Januar 2018 at 17:51

      Hallo Johanna,

      vielen Dank für den wahnsinnig freundlichen Hinweis. Da ist mir beim Formatieren letztes Jahr beim Blogumzug einfach ein Satz abhanden gekommen. Diesen haben ich nun ergänzt.

      Jasmin

    Antworten

    Ich akzeptiere