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Grundrezept: Gemüsebrühe – Gemüsefond

Gemüsebrühe

Mittlerweile habe ich schon zum dritten Mal meine Gemüsebrühe bzw. meinen Gemüsefond selbst gekocht. Und glaubt mir – ich kaufe keine fertige Brühe mehr. Nicht nur, dass die eigene Gemüsebrühe wirklich schnell zubereitet ist, nein, auch die Zutaten dafür sind günstig und ihr wisst genau was drin ist.

Gemüsebrühe

Auf die Idee gebracht hat mich Irina mit ihrem Rezept für Brühe. Auch das Rezept von Steph vom kleinen Kuriositätenladen ist nicht zu verachten. Dazu muss ich direkt noch erwähnen, dass ich aufgrund dieser zweier Blogs mittlerweile meinen eigenen Einkochautomaten* und haufenweise Gläser hier stehen habe. Ich wecke ein, ich produziere und konserviere. Ich habe ein mittlerweile gut gefülltes Regal im Keller stehen mit diversen Vorräten wie Rinderfond, Hühnerbrühe, Gemüsebrühe, Eintöpfen, Rouladen, Bolognesesauce, Marmeladen….und es wird stetig mehr.

Mein kleines Vorratsregal - mittlerweile mit deutlich mehr vollen Gläsern gefüllt :)

Mein kleines Vorratsregal – mittlerweile mit deutlich mehr vollen Gläsern gefüllt 🙂

Nein, wir hamstern nicht wahllos. Ich versuche, dass die eingekochten Gerichte relativ zeitnah (innerhalb eines Jahres) auch verbraucht werden. Aber es ist einfach klasse, wenn man nach Hause kommt, keine große Lust mehr hat zu kochen und einfach nur in den Keller zu gehen braucht und schwupp, hat man eine über Stunden hinweg geköchelte Bolognese Sauce fertig, einen Eintopf etc. Oder wenn man krank ist und gerne eine gute Hühnersuppe essen möchte? Ich muss nur in den Keller gehen, et voilá! Noch dazu weiß ich bei jedem Gericht, was drin ist. Ich muss mir keine Gedanken darum machen, ich öffne ein Glas, erwärme es, genieße es. Ideal.

Gemüsebrühe

Wer häufig selbst den Kochlöffel schwingt weiß, wie oft man Gemüsebrühe benötigt. Sei es für diverse Saucen, für Aufläufe etc. Man braucht sie einfach ständig. Deshalb koche ich auch mittlerweile die doppelte Menge an Brühe (verdoppelt das hier angegebene Rezept einfach) und erhalte so in etwa 6,5-7 Liter frische Brühe. Und leider reicht diese nicht sehr lange 🙂 Ich fülle sie bewusst in verschieden große Flaschen ab, so habe ich immer die benötigte Menge zur Hand und muss keine Flasche mit einem Liter Inhalt öffnen, wenn ich nur 200ml benötige. Wäre wirklich schade um die gute Brühe.

Lasst uns Gemüsebrühe kochen!

Ihr benötigt mindestens einen großen Topf, ein Sieb, einen Schöpflöffel, Gläser zum Abfüllen (dabei ist es egal ob es Twist-Off oder Weck-Gläser sind) und ein paar Stunden Geduld. Keine Angst, den Löwenanteil der Arbeit verrichtet euer Herd für euch.

Tipp
Zur Menge der Karotten sei folgendes erwähnt: falls ihr eure Brühe etwas weniger süß möchtet, verringert die Menge der Karotten. Umso mehr ihr davon in die Brühe gebt, umso süßer wird sie.

Grundrezept: Gemüsebrühe – Gemüsefond

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Serves: 3,5 Liter Cooking Time: 90 Minuten

Ingredients

  • 1 Stange Lauch
  • 2 Zwiebeln
  • 500g Knollensellerie
  • 3-6 Karotten
  • 2-4 Petersilienwurzeln
  • 3 TL Salz
  • 2 TL schwarzer Pfeffer (ganzes Korn)
  • 4 Lorbeerblätter
  • 1 TL Wacholderbeeren
  • 4 Pimentkörner
  • 1/2 TL gelbe Senfsaat
  • 4 Liter Wasser

Instructions

1

  • An erster Stelle steht erstmal das Gemüse. Wascht es, schält es und schneidet es in kleine Scheiben oder Würfel. Die Zwiebel halbiert ihr lediglich und lasst die Schale dran. Gebt alles mit etwas Öl in einen großen Topf und schwitzt es kurz an. Achtet dabei darauf, dass das Gemüse keine Farbe annimmt. Wir wollen es NICHT anbraten.
  • 2

  • Gießt das Gemüse nun mit kaltem Wasser auf. Gebt die Gewürze hinzu, ihr könnt sie entweder lose in den Topf geben oder aber ein Gewürzssäckchen oder ein Teeei benutzen. Obendrauf die Petersilie, diese schneide ich nicht klein sondern gebe sie einfach als ganzen Bund hinzu.
  • 3

  • Lasst die Brühe nun aufkochen. Schaltet den Herd dann herunter, sodass sie lediglich leicht vor sich hinsimmert. Lasst sie so etwa eine bis anderthalb Stunden auf dem Herd stehen. Siebt die Brühe dann ab, ggf. könnt ihr sie auch durch ein Mulltuch passieren.
  • 4

  • Die Brühe ist nun abfüllbereit und ihr könnt sie entweder nur heiß abfüllen (etwas, das ich nur bedingt empfehlen kann) oder aber ihr füllt sie heiß ab und kocht sie anschließend im Backofen oder Einkochautomaten ein.
  • Heiß abfüllen oder doch lieber Einkochen?

    Ganz generell empfehle ich euch, eure Sachen direkt einzukochen. Arbeitet sauber und sorgfältig und kocht eure Gerichte ein, dann seid ihr eigentlich schon auf der sicheren Seite. Sauberes Arbeiten ist hier jedoch unabdingbar! Bei einer reinen Gemüsebrühe wie dieser muss ich jedoch zugeben, lasse ich heiß abfüllen genügen. Dies aber einfach aus dem Grund, dass ich sie wirklich schnell aufbrauche. Würde sie ein Jahr hier stehen, würde ich sie definitiv einkochen. Die Menge der gekochten Brühe hält bei mir jedoch nur wenige Wochen, dann wird schon eine neue Fuhre fällig.

    Gemüsebrühe

    Eingekocht wird die Gemüsebrühe im Automaten wie folgt:

    Ihr braucht saubere Gläser – heiß mit Spülmittel ausgewaschen. Diese Gläser sterilisiert ihr bei 150 Grad im Backofen für etwa 15-20 Minuten. Währenddessen bringt ihr in einem Topf Wasser zum kochen. Gebt dort die Deckel der Gläser hinein und ggf. die Gummis (sofern ihr Weckgläser verwendet). Den Abfülltrichter könnt ihr auch direkt in den Topf mit hineingeben. Alles darin 5 Minuten sprudelnd kochen lassen. Holt die Gläser aus dem Backofen und lasst sie kurz etwas abkühlen (ansonsten lauft ihr Gefahr, dass die Gläser beim Abfüllen der heißen Brühe platzen). Bringt die Brühe zum Kochen. Füllt sie sprudelnd heiß mit Hilfe des Trichters in die Gläser ab und verschließt diese sofort. Achtet dabei darauf, dass die Ränder der Gläser sauber bleiben. Füllt die Gläser zu 2/3, nicht voller. Danach dürfen sie für ein letztes Bad in den Einkochautomaten – 100° C Grad für 60 Minuten. Wie das Einkochen im Automaten genau abläuft erkläre ich euch in einem separaten Beitrag nochmal genau 🙂 Falls ihr auf den Backofen zurückgreifen wollt, erklärt auch Steph HIER wie es geht.

    Gemüsebrühe

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    4 Comments

  • Reply
    Jana
    22. November 2017 at 13:33

    Ich kenne es so: alles fein raspeln, im Ofen bei minimaler Temperatur trocknen, mit (Meer-)Salz mischen. Das Mengenverhältnis Gemüse/Salz weiß ich aber nicht mehr. Danach habe ich es noch mit dem Pürierstab bearbeitet, dann war es ganz fein. Muss ich mal wieder machen.

    • Reply
      Jassy
      9. Dezember 2017 at 14:58

      Das hört sich auch super an. Ist einfach eine „trockene“ Variante – ähnlich der aus dem Glas. Sowas möchte ich auch gerne noch in meinen Vorrat aufnehmen, ist immer praktisch so ein Brühpulver.

      Viele Grüße
      Jasmin

  • Reply
    Marina
    10. Dezember 2017 at 11:22

    Heute habe ich es endlich mal geschafft, die Brühe herzustellen. Geniale Idee. Die Brühe kommt jetzt erst mal in den TK.

    Aus dem Gemüse habe ich schnell noch einen Aufstrich gemacht. Mandelmus, Gewürze und Salz dazu, dann auf Stufe 5 gut vermengen – fertig!

    • Reply
      Jassy
      11. Dezember 2017 at 10:37

      Das freut mich, Marina! Die Brühe ist super, man kann sie wirklich gut einfrieren. Und so ein kleiner Vorrat schadet nie. Die Verwertung des Gemüses ist ja eine super Idee, vielen Dank dafür! 🙂

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