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Gewürzkürbis und Kürbismarmelade – Kürbiszeit im Glas

Gewürzkürbis

Der Herbst ist da. Während ich diese Zeilen hier schreibe sitze ich an meinem Schreibtisch und schaue aus dem Fenster. Der Nachbar nutzt abwechselnd Laubbläser und Laubsauger um die Hinterlassenschaften des wunderbaren Kastanienbaums von gegenüber zu entfernen. Aus den Kastanien dieses Baumes hab ich schon als Kind kleine Figuren gebaut. Und auch heute klingeln noch Kinder und fragen, ob sie ein paar Kastanien sammeln dürfen. Die Bäume verlieren ihr Laub, einige sehen schon ziemlich nackt aus. Zwischendrin beginnt es immer wieder zu regnen. Fehlt bis dato eigentlich nur ein ordentlicher Herbststurm, dann hätten wir alles beisammen. Ich mag den Herbst. Klar, wenn es regnet und stürmt, dann ist das nur schön, wenn man zuhause im Warmen sitzt. Aber so ganz prinzipiell mag ich den Herbst sehr gerne.

Zum Herbst gehört jedoch auch der Kürbis. Kürbis ist hier ein schwieriges Nahrungsmittel. Ich persönlich mag am liebsten die Sorte Butternut. Zur Zeit haben wir jedoch häufig den klassischen Hokkaido zuhause. Und damit beginnen die Probleme. Meine bessere Hälfte mag ihn so gar nicht. Wenn ich homöopathische Mengen in eine Lasagne gebe, dann wird es noch toleriert, aber das war dann auch schon das Ende der Toleranzleiter. Auch ich selbst bin nicht der Größte Fan von Hokkaido, esse ihn aber je nach Zubereitungsart doch ab und an ganz gerne.

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Kürbis? Muss das sein? Ja!

Ich werfe ungerne Lebensmittel weg. Deshalb bin ich auch bei eher unbeliebten Lebensmitteln immer auf der Suche nach Ideen, wie ich diese doch so verarbeiten kann, dass sie allen schmecken. Ganz oben steht für den Hokkaido Kürbis: Quitten-Kürbis-Marmelade! Wenn der Mann die Küche betritt und frägt, was hier so gut riecht und nach dem Probieren noch immer begeistert ist, dann war es die richtige Entscheidung. 🙂 Für die Marmelade benötigt ihr folgende Zutaten:

  • 1 Kilogramm Quitten (geschält und entkernt)
  • 1/2 Kilogramm Hokkaido Kürbis (entkernt)
  • 1 Packung Gelierzucker 3:1 (500g)
  • 3 Esslöffel Zitronensaft

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    Ihr seht, man benötigt nicht viel. Ich wollte diese Marmelade bewusst nicht durch weitere Aromen wie Zimt oder Vanille anreichern und habe mich auf den puren Fruchtgeschmackt beschränkt. Deshalb nutze ich auch gezielt einen 3:1 Gelierzucker. Wer es gerne süßer mag, kann natürlich auf 2:1 oder gar 1:1 zurückgreifen. Ich finde jedoch, dass der Kürbis an sich bereits eine gewisse Grundsüße mitbringt und diese in Kombination mit Quitte absolut ausreichend ist.

  1. Quitten schälen und entkernen. Kürbis ebenfalls entkernen (das Schälen ist nicht zwingend nötig, kann aber natürlich gemacht werden). Beides in kleine Stücke schneiden und in einen ausreichend großen Topf geben. Etwa 100ml Wasser zufügen und aufkochen lassen.
  2. Stetig umrühren und bei Bedarf weiteres Wasser zufügen. Wenn sowohl die Quitten- als auch die Kürbisstücke weich sind, mit einem Pürierstab oder in einem Mixer zu Mus pürieren.
  3. Zitronensaft und Zucker mit dem Mus vermengen und unter stetigem Rühren zum Kochen bringen. Sobald die Masse sprudelnd kocht, beginnt die Kochzeit. Je nach verwendeter Zuckerart (bitte auf der Packung nachlesen) muss die Masse nun etwa 4 Minuten sprudelnd kochen.
  4. Tipp
    Das Mus kann beim Kochen zum Teil sehr stark spritzen. Ich nutze dann einfach meinen Pfannenspritzschutz und lege diesen auf den Topf auf. Hin und wieder muss man jedoch umrühren, damit das Mus nicht anbrennt. Vorsicht jedoch, die Spritzer sind aufgrund des enthaltenen Zuckers extrem heiß!
  5. Die Gelierprobe durchführen. Dazu einfach einen Tropfen der Masse auf einen kalten Teller geben, diesen schräg halten. Stockt die Masse sofort ist die Marmelade abfüllbereit. Läuft sie hingegen den Teller hinab, einfach die Masse noch 1-2 Minuten weiterkochen lassen.
  6. Die Marmelade kochend in saubere Gläser abfüllen und sofort verschließen. Abkühlen lassen und dann mit einem guten Brot genießen!

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Aber es kann ja nicht immer nur Marmelade sein, richtig? Deshalb hab ich meine alten Einkochbücher durchforstet. Ich wollte den Kürbis haltbar machen und zugleich ein wenig im Geschmack verändern. Letztlich kam dabei dann ein Rezept für eingelegten Gewürzkürbis raus. Ich hab es schon beim Abfüllen geliebt! Weihnachtlich, würzig, süß-sauer – einfach toll! Was ihr dafür benötigt?

  • Zwei kleine Hokkaido Kürbisse
  • 500ml Apfelessig
  • 250g Zucker
  • 2 Zimtstangen
  • Etwa 6 Gewürznelken
  • 2 Pimentkörner

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    Die Zubereitung ist auch hier wieder ziemlich easy. Bitte verwendet von den Nelken und den Pimentkörnern nicht mehr – diese beiden Gewürze sind extrem intensiv und das reicht definitiv für die Flüssigkeitsmenge. Viel hilft viel – das gilt bei Nelken und Piment absolut nicht! 🙂

  1. Den Essig mit den Gewürzen und dem Zucker in einem Topf aufkochen lassen. Den Kürbis hinzugeben und darin glasig kochen.
  2. Die Kürbisstücke in saubere Gläser füllen.
  3. Den Sud noch etwa 5 Minuten kochen lassen, dann heiß über die Kürbisstücke gießen. Dabei darauf achten, dass die Gewürze gleichmäßig auf die Gläser verteilt werden. Gläser sofort verschließen.
  4. Den Kürbis für etwa 2 Wochen an einem kalten und dunklen Ort ziehen lassen. Dann könnt ihr ihn verkosten.
  5. Wenn ihr sauber arbeitet, ist der Kürbis für etwa 2-3 Monate so haltbar. Ihr könnt den Kürbis jedoch auch komplett roh in die Gläser geben, mit kochendem Sud übergießen und dann für etwa 30 Minuten bei 90°C im Automaten einkochen. Dann ist er mindestens 1 Jahr haltbar.

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Der ein oder andere mag sich nun fragen, was das für tolle Gläser sind. Das sind Ball Mason Jars – das amerikanische Pendant zu unseren Weck-Gläsern. Man kann damit genauso Einkochen wie mit den Weckgläsern. Es gibt sie in einen Vielzahl an Größen, Formen und auch Farben. Mit schönen Mustern, ganz glatt, als Stangenglas und mit tollem Zubehör. So könnt ihr beispielsweise easy euer Mittagessen in die Arbeit mitnehmen*. Ich nutze die Gläser momentan für folgendes:

  • Gewürzaufbewahrung
  • Marmelade
  • Eingelegte Speisen wie beispielsweise den Gewürzkürbis
  • Windlicht
  • Lunchbox für Salat (siehe Link oben)

Eine riesige Auswahl zu sehr günstigen Preise findet ihr bei „Lieblingsglas„*. Dort gibts passend dazu auch gleich ein paar Ideen für die Verwendung der Gläser. Egal ob aus dem DIY- oder Foodbereich. Schaut euch gerne mal um! Als kleines Schmankerl hab ich für alle, die sich sofort in das ein oder andere Glas verlieben einen Gutschein parat: mit dem Code „Jasminslieblingsglas“ könnt ihr dort satte 20% sparen! Ich wünsche euch viel Spaß beim Stöbern, Shoppen und natürlich beim Nachkochen der Rezepte!

„Lieblingsglas“ hat mir einige Gläser zum Ausprobieren kosten- sowie bedingungslos zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank dafür. Meine Meinung wurde dadurch jedoch nicht beeinflusst.

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