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Lebensmittel für die Tonne – wer soll all das essen?

Lebensmittel für die Tonne

Uns allen ist es wohl schon einmal so ergangen: ein Produkt ist in die hinterste Ecke des Kühlschranks gerutscht und fristet nun bereits seit gefühlten Jahrzehnten dort sein Dasein. Wenn es sich nicht gerade um Essiggurken oder Marmelade handelt, wird das Lebensmittel mittlerweile bereits das Zeitliche gesegnet haben. Ein Fall für den Müll also – Lebensmittel für die Tonne.

Aber sehen wir uns mal genauer um – sind es wirklich nur vergessene Produkte im Kühlschrank, die wir ab und an entsorgen müssen? Nein. Leider nicht. Im Gegenteil, wir sind geradezu Weltmeister der Verschwendung. Obst, Gemüse, Wurst- und Fleischwaren, Milchprodukte. Wer von uns kann behaupten, dass er noch nie ein solches Produkt weggeworfen hat, ohne es zu nutzen? Geht einmal kurz in euch und überlegt – habt ihr diese Wochen schon Lebensmittel ungenutzt weggeworfen?

Die Frage die sich nun stellt ist natürlich: WARUM? Warum müssen wir Lebensmittel wegwerfen? Wie kommt es dazu, dass wir Produkte in unserem Haushalt so lange aufbewahren, bis sie nicht mehr genießbar sind – beziehungsweise scheinbar ungenießbar sind? Und WIE können wir das ändern?

Gründe für die Verschwendung von Lebensmitteln

Es gibt eine Vielzahl verschiedener Gründe dafür, warum wir Lebensmittel entsorgen müssen. Angefangen beim bereits genannten Grund: wir vergessen sie schlichtweg. Die Kühlschränke sind riesig, sie bieten enorm viel Stauraum. Ebenso verhält es sich mit Frostern. Da passiert es schnell, dass Produkte immer weiter nach hinten wandern und erst beim nächsten Generalputz wieder zum Vorschein kommen. Im Regelfall sind sie dann nicht mehr zu gebrauchen und müssen ungenutzt in den Mülleimer wandern.

Ein weiterer Grund dafür, dass wir dazu neigen Lebensmittel zu verschwenden, ist die Tatsache, dass zu viel eingekauft wird. Bevor ihr nun alle „Nein, niemals – ich kaufe nur das, was ich wirklich brauche!“ schreit, haltet kurz inne – kauft ihr wirklich immer nur das, was ihr wirklich benötigt? Lasst ihr euch nie zu Spontankäufen verleiten, von Werbeversprechen verführen? Geht ihr konsequent mit einem Einkaufszettel einkaufen und weicht nie davon ab? Der heimische Supermarkt bietet Lebensmittel im Überfluss an. Von den meisten Produkten gibt es eine Vielzahl von Variationen, Obst- und Gemüse, Käse, Fleisch und Wurst – ein Supermarkt ist ein wahres Lebensmittelparadies. Wenn man es nicht gerade eilig hat, lädt er zum Stöbern und Verweilen ein – und zum Kaufen. Dies und das, und achja jenes Produkt wollte man schon lang einmal ausprobieren und dieses Produkt könnte man ja für das ein oder andere Gericht benötigen. Oder man hat einfach Lust drauf. Tadaaa, schon liegt es im Einkaufswagen und tritt den Weg nach Hause mit an. Vor lauter Überfluss an Lebensmitteln passiert es nun gerne, dass wir gar nicht so viel und schnell verbrauchen können, wie wir anhand unserer Vorräte müssten. So kommt es nun unweigerlich dazu, dass diverse Waren nach und nach verderben und unangetastet weggeworfen werden müssen.

Ebenso ein Grund dafür, dass Lebensmittel weggeworfen werden ist das Überschreiten des Mindesthaltbarkeitsdatums. Und das ist ein sehr interessanter Aspekt. Lebensmittel müssen zwingend mit einem solchen Datum versehen werden. Jedoch besagt eigentlich schon der Begriff an sich, dass es sich hierbei eben gerade nicht um ein Verfallsdatum handelt. Im Gegenteil, es wird lediglich bis zu diesem Datum die Frische des Produkts garantiert. In den aller meisten Fällen ist das Lebensmittel einen Tag später jedoch noch ohne Probleme genießbar. In Fällen von trockenen Produkten wie Nudeln, Reis, Mehl und Co. sogar noch deutlich länger. Viele werfen jedoch Produkte weg, sobald das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten wurde. Ohne dabei den Zustand zu begutachten, schließlich ist das Datum ja bereits überschritten worden.

Lösungsansätze für einen bewussteren Konsum

Was kann nun der Einzelne tun, um diesem Konsumwahnsinn und Wegwerfirrsin von Lebensmitteln entgegenzuwirken? Wie so häufig sind es auch hier die kleinen Dinge, die auf Dauer wirklich ins Gewicht fallen. Ihr solltet dabei auch bedenken, dass ihr nicht nur dem „großen Ganzen“ unter die Arme greift, sondern vielmehr auch euren eigenen Geldbeutel schont!

Das A und O beim Einkaufen ist ein Einkaufszettel. Seid euch im Klaren darüber, was ihr einkaufen wollt und müsst. Für wie viele Tage soll der Einkauf ausreichen? Was wollt ihr kochen und für wie viele Personen? Wollt ihr nebenbei noch etwas Knabbern/Naschen? Habt ihr vielleicht Lust auf frisches Obst oder Gemüse? Beantwortet euch selbst diese Fragen vor dem Einkauf!

Achtet auch im Supermarkt bewusst auf euer Einkaufsverhalten. Wenn ihr noch am selben Abend einen Salat machen wollt, ist es dann nicht vertretbar, einen Salatkopf mit einer kleine Delle zu kaufen? Eine Banane mit kleinen braunen Stellen? Kohlrabi ohne Grün? Muss das Produkt perfekt aussehen? Seid euch dessen bewusst, dass gerade beim Obst und Gemüse rigoros aussortiert wird – einfach deshalb, weil der Konsument eine Limette mit einer kleinen braunen Stelle nicht mehr kauft. Aber warum? Die Limette ist deshalb nicht kaputt – sie ist einfach nur nicht perfekt (ich spreche hier nicht von schimmligen Lebensmitteln, sondern von welchen mit Schönheitsmakeln). Oft gibt es auch extra Körbe mit Lebensmitteln, deren Mindesthaltbarkeitsdatum kurz vor dem Ablauf steht oder bereits um wenige Zeit überschritten wurde. Wenn ihr am selben Tag den Kochlöffel mit diesen Produkten schwingen wollt – wieso nicht zu diesen Produkten greifen? Zumal sie meist auch noch preiswerter angeboten werden.

Das Kühlschrankproblem sollte sich durch den bewussten und konsequenten Einkauf eigentlich von alleine lösen. Denn wenn der Kühlschrank prinzipiell nur mit Lebensmitteln gefüllt wird, die ihr auch für eure geplanten Gerichte benötigt, kann gar nichts mehr nach hinten rutschen und in Vergessenheit geraten. Marmelade, eingelegtes und Co. verbleiben natürlich eine Weile länger im Kühlschrank, diese Produkte werden jedoch im Regelfall auch häufig genutzt und somit nach und nach geleert.
Falls euer Kühlschrank dennoch etwas zu voll geraten ist und ihr Gefahr laufen solltet, etwas zu Übersehen, bieten sich Drehteller an. Auf diesen platziert ihr dann eure Produkte und könnt so in Ruhe im Kühlschrank stöbern – ohne ihn ausräumen zu müssen und auch ohne irgendwas zu übersehen.

Beim Kochen fallen Reste an. Man braucht vielleicht nur eine halbe Paprikaschote, nur zwei Eier, nur einen halben Becher Sahne. Was mit den Resten machen? Viele werfen sie entweder sofort weg, oder aber nach kurzer Zeit, wenn sie dann verdorben sind. Resterlküche ist hier das Zauberwort. Man kann aus so ziemlich allem ein Reste-Essen kochen. OnePot-Gerichte, eine schnelle Pasta mit Gemüsesauce, Reisgerichte oder auch ein Stückchen Fleisch mit buntem Gemüse. Es bietet sich so viel an, werdet kreativ!

Zu guter Letzt, ja, das Mindesthaltbarkeitsdatum hat seine Daseinsberechtigung. Ja, Lebensmittel die das Datum überschritten haben können an Qualität verloren haben. Aber nicht jedes Produkt ist auch tatsächlich verdorben, nur weil das Datum überschritten wurde. Gerade die trockenen Produkte wie Nudeln und Zucker sind eine gefühlte Ewigkeit haltbar. Auch Joghurt, Pudding und Käse ist im Regelfall ohne Probleme noch einige Tage nach dem Ablauf des Datums genießbar. Macht die Probe aufs Exempel: öffnet einen Pudding ein oder zwei Tage nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums und versucht ihn. Wenn er nicht geöffnet war, ist er in 99% der Fälle noch genießbar. Und Nudeln – was soll mit ihnen passieren? Verdorben durch Austrocknung?

Macht euch Gedanken über euren Konsum, über euer Verhalten und fasst euch ab und zu selbst an die Nase. Auch mir passiert es, dass ich Lebensmittel entsorgen muss. Und es ärgert mich jedes Mal maßlos, denn es müsste eigentlich nicht sein. Werdet euch bewusst darüber, dass in unseren Supermärkten ein absolutes Überangebot von Lebensmitteln für uns Verbraucher bereitgehalten wird. Wir werden nahezu Erschlagen mit der Vielzahl von Produkten. Unsere Wunschvorstellung vom perfekten, makellosen Produkt führt dazu, dass gerade im Obst- und Gemüsebereich alles aussortiert und weggeworfen wird, was auch nur den kleinsten Schönheitsfehler hat. Nicht weil es schlecht ist, sondern weil der Verbraucher an solchen Produkten vorbeigeht, sie nicht beachtet und sie somit auch nicht kauft. Die Gurke zu krumm, die Banane zu gerade, der Apfel hat eine braune Stelle. Macht euch bewusst, was mit Lebensmitteln passiert, die in Supermärkten liegen bleiben, die bei uns zuhause liegen bleiben. Macht euch bewusst, dass ihr Lebensmittel wegwerft, für die ihr Geld ausgegeben habt, die ihr aber nie genutzt habt. Niemand ist unfehlbar, aber mit einer offenen Herangehensweise kann jeder Einzelne viel verändern – für sich selbst aber auch für „das große Ganze“.

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16 Kommentare

  • Antworten
    DieCheckerin
    22. April 2015 at 12:14

    Guter Artikel!
    Ich versuche mich regelmäßig selbst zu erziehen und erwische mich doch immer wieder dabei, wie sinnlos Lebensmittel verschwendet werden.
    Da landet ne halbe Zwiebel im MÜLL – ich mein? Wie krank ist das?
    Gerade da liegt mein Problem.
    Beim Einkaufen selbst und auch z.B. was abgelaufene Produkte angeht, klappt das alles relativ gut aber wenn dann beim Kochen mal was übrig bleibt, kriegen es entweder die Hasen (was ja gut ist) oder eben die Mülltonne.
    Letzteres muss definitiv abgestellt werden. Du hast mich da noch mal dran erinnert 😀

    • Antworten
      Jassy
      22. April 2015 at 22:20

      Danke für dein Lob werte Checkerin!

      Ich erinnere dich gerne an dein Fehlverhalten! Halbe Zwiebeln habe ich auch oft hier. Die packe ich dann in eine Box und lege sie in den Kühlschrank. Meist brauche ich sowieso am nächsten Tag schon wieder Zwiebeln und dann wird sie aufgebraucht. Die Hasen als Resteverwerter sind praktisch – gerade auch bei Gemüse das nicht mehr ganz so frisch ist, aber eben nicht schlecht 🙂 Die Mülltonne ist dagegen natürlich etwas doof. Also, ab in den Kühlschrank mit der Zwiebel!

      Viele liebe Grüße,

      Jassy

  • Antworten
    Aska
    22. April 2015 at 13:19

    Gut geschrieben Jassy 🙂 . Wenn wir alle bewusster mit unseren Ressourcen umgehen würden, dann würde sich sicherlich auch einiges ändern.

    Ich habe selber früher oft Lebensmittel weggeworfen (dazu stehe ich auch). Einfach weil statt dem Gemüse oder dem Obst dann doch lieber ne Pizza in den Ofen geschoben habe, die Nudeldose geöffnet oder ne fixe Minutenplastepappe erwärmt habe. Ich konnte früher nicht wirklich Obst und Gemüse essen – obwohl ich es schon gerne getan hätte, immer wieder versuchte, und dann doch scheiterte.

    Mit der Zeit hat sich mein Kochverhalten geändert, was an meiner Therapie lag. Dadurch, dass ich mehr und mehr Ballast aus der Vergangenheit los wurde habe ich mich mehr und mehr getraut zu kochen. Muss dazu sagen, dass ich Kochen nie gelernt habe. Die einzige Person, die mir mal was zeigte, war meine Tante – und die sah ich vielleicht 6x im Jahr für je 2 Tage. Nicht viel Zeit, dennoch hat sie versucht mir so viel wie möglich beizubringen.

    Wenn ich was sehe, was nicht auf dem Zettel steht, dann überlege ich erstmal „brauchst du das wirklich? Isst du das auch auf? Oder wird es dir nur schlecht?“ Erst wenn ich alle drei (naja gut abgesehen von der ersten Frage *grins*) positiv beantwortet habe mir selbst, dann wird es gekauft.

    Es gibt in meinem Freundeskreis Menschen, die das nicht verstehen. Die halt wegwerfen, wenns nicht gegessen wurde. Menschen, die nicht wissen, wie es ist, am Rande -oder gar unter- der Armutsgrenze zu leben, die nicht jeden extra Cent zigfach umdrehen müssen. Es sind auch Menschen, mit denen ich niemals zusammen einkaufen könnte. Denn es gibt immer Verlockungen und ich überlege dann sehr stark, ob ich es wirklich brauche oder ob es nicht dann doch weggeworfen wird.
    Ja ich gebe offen und ehrlich zu: Erst durch das wenige Geld, was ich seit meiner EU-Verrentung zur Verfügung habe, lebe ich bewusster. Aber ich gehe fest davon aus, dass ich es auch so machen würde, wenn ich mehr Geld habe. Denn durch die Therapie lernte ich meine Ess-Störung in den Griff zu bekommen (geheilt ist sie nicht, wie ein Süchtiger kann auch ich jederzeit wieder rückfällig werden, wenn eine Krisensituation ansteht). Und somit Lebensmittelverschwundung einen Riegel vorzusetzen.

    Diese Woche z.B. habe ich spontan nen halbes Kilo frischen Spinat gekauft, er stand nicht auf meiner Liste. Aber ich hab in letzter Zeit soviel Feines mit Spinat gesehen, dass mir klar war: Den bekomme ich alle! Jedoch: bis der im Wagen landete bin ich schon dreimal durch die Obst- und Gemüse-Abteilung gewandert.
    Auch möchte ich wieder Spargel probieren. Damit warte ich bis zu der Woche, in der meine Freundin eh kommt. Zwei Tage vorher kaufe ich ihn, teste ihn aus – und wenn er mir nicht schmeckt bekommt sie die Reste in die Hände gedrückt. Sie wird dann zwar dumm gucken, aber damit kann ich leben.

    • Antworten
      Jassy
      22. April 2015 at 22:44

      Hallo Aska,

      danke für deinen langen und interessanten Kommentar! Früher war es bei uns auch deutlich anders, wir haben mehr weggeworfen, hatten ein gänzlich anderes Konsumverhalten als heute. Wir haben einfach dazugelernt und machen alles bewusster und mit mehr „Hirn“.

      Ab und an sehen wir natürlich auch etwas im Supermarkt und sagen uns: yeah, das MUSS einfach mit. Auch wenn wir total planlos bezüglich dessen sind, was wir genau damit anstellen. Aber im Regelfall benutzen wir es dann schon 🙂

      Ich kenne das, es gibt auch in meinem Freundeskreis die ohne ein wirkliches Bewusstsein dafür einkaufen und wegwerfen. Und das in Hülle und Fülle. Denn es ist ja schließlich auch alles reichlich vorhanden, sowohl in den Läden als auch daheim. Aber es muss einfach nicht sein. Weder für unseren Geldbeutel noch für die Umwelt. An die vielen armen Menschen die Hungern gar nicht zu denken hierbei.

      Es ist keine Schande, früher eine andere Einstellung gehabt zu haben. Wichtig ist, dass man gelernt hat und versucht, bewusst zu leben und zu konsumieren.

      Das mit dem Spinat habe ich gelesen auf deiner Seite – solche Spontankäufe gibt es hier auch öfter, es liegt dann an guten Angeboten, saisonalen Spezialwaren oder mehr. Aber das wird dann sofort verarbeitet weil wir uns direkt schon im Laden bzw. auf dem Markt darauf freuen.

      Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg, auf dass du mit deiner Ess-Störung weiterhin in Einklang leben kannst und auch immer mit Spaß in die Küche gehst und zu Kochen beginnst.

      Viele liebe Grüße,

      Jassy

  • Antworten
    Lisa Stachel
    22. April 2015 at 15:55

    Ich kann nur immer wieder Werbung für foodsharing.de machen. Eine einfache Möglichkeit wenn es bereits zu spät ist und die Lebensmittel zuhause sind. Gerade auch wenn man wegfährt oder krank wird und es einfach nicht schafft.
    Man meldet sich kostenlos an und tauscht dann mit Leuten aus der Umgebung. Das geht in größeren Städten natürlich besser als auf dem Land aber es ist eine tolle Möglichkeit auch angebrochenes weiterzugeben!
    Ich engagiere mich da ehrenamtlich und was wir schon an Lebensmittel vor der Tonne gerettet haben, freut mich wahnsinnig!

    Vielleicht ist das auch was für euch 😉
    Dennoch ein schöner Beitrag und ich mag es gerne zu sehen wie auch andere merken, dass es so nicht weitergehen kann und kreativ an die Vewertung gehen!
    Ganz liebe Grüße von der Beere

    • Antworten
      Jassy
      22. April 2015 at 22:56

      Liebe Lisa,

      Foodsharing ist ja so eine tolle Idee. Hier in Passau läuft das sehr gut, es gibt bei Facebook eine extra Gruppe dafür. Ideal, da hier wirklich haufenweise Studenten leben, die gerne mal übers Wochenende oder in den Semesterferien nach Hause fahren, aber noch einiges im Kühlschrank oder der Vorratskammer stehen haben. So verkommt nix und man kann anderen damit eine Freude machen. Es ist einfach soooo eine tolle Idee und es funktioniert so komplikationslos und einfach! Ideal! Dass du dich über jedes einzelne Teil freust, dass nicht in die Tonne wandern musste, kann ich sehr gut verstehen. Super!

      Danke auch für dein Lob zu meinem Beitrag. Es freut mich sehr, dass er so gut ankommt und die Leute ein wenig zum Nachdenken anregt.

      Viele liebe Grüße,

      Jassy

  • Antworten
    Häsin
    22. April 2015 at 18:45

    Interessanter und kritischer Artikel! Ich kann Dir nur voll und ganz zustimmen.
    Ich seh das regelmäßig bei der Arbeit: Kolleginnen packen Lebensmittel in den Kühlschrank, die man dann nach Wochen entsorgen kann. Ich habe dafür wenig Verständnis. Ich behaupte sogar, dass wir (mein Freund und ich) einen relativ guten Umgang mit Lebensmitteln haben. Ich stehe auch dazu, auch mal reduzierte Artikel kurz vor MHD zu kaufen – warum auch nicht. Selbst wenn sie kurz abgelaufen sind, wandern sie nicht in den Müll. Nichts desto trotz bin ich auch nicht frei davon, dass auch mal frische Lebensmittel (Gemüse oder Salat) weggeworfen werden müssen, weil sie im Kühlschrank verdarben, was zum Glück sehr sehr selten vorkommt. Das ist dann dem Umstand geschuldet, dass wir i.d.R. nur 1x die Woche einen Großeinkauf machen und da ich grundsätzlich ohne Zettel und ohne Plan einkaufen gehe, um mich vor Ort inspirieren zu lassen, kanns dann doch mal vorkommen, dass zu viel Frisches im Wagen landet. Deine „One pot“-Idee ist übrigens super…bei mir sind es dann meist Gemüsepfannen, die so entstehen 😉
    Wir alle sollten uns schämen, was bei uns an Lebensmitteln weggeworfen wird, während in nicht mal weit entfernten Ländern Menschen immer noch hungern müssen.

    • Antworten
      Jassy
      22. April 2015 at 23:04

      Hi Häsin,

      schön zu sehen, dass es dich mal wieder auf meine Seite verschlagen hat – mit kritischen Artikel bezüglich Konsumverhalten kann man dich immer kriegen *lach* Es freut mich auch, dass du den Artikel interessant findest!

      Es ist keine Schande, dass das ein oder andere Lebensmittel zuhause im Kühlschrank schlecht wird. Eine Schande ist es erst, wenn es uns egal ist. Wenn wir darauf nicht achten, uns nicht darüber ärgern würden. Dass es passieren kann ist klar und auch menschlich. Aber solange wir das auf ein Minimum beschränken können und uns bemühen, unsere Lebensmittel auch aufzubrauchen, ist alles super!

      Wir gehen auch wirklich oft ohne Einkaufszettel einkaufen. Einfach auch deshalb, weil wir oft sooooo überhaupt keine Ahnung haben, was wir kochen sollen. Dann lassen wir uns im Laden vom Angebot berieseln sind aber oft wirklich überfordert vom Überangebot. Bevor wir allerdings dann den Wagen planlos vollbeladen, diskutieren wir in Ruhe aus, was es wann gibt. Und dann dürfen noch ein paar Süßigkeiten mit und ab gehts wieder nach Hause. Ein Vorteil hier auch – wir haben kein Auto, sprich wir müssen alles tragen, da kauft man automatisch nicht so viel ein 🙂
      OnePot, Gemüsepfanne, alles in der Richtung ist super – und schmeckt im Regelfall auch wirklich lecker! Die tollsten Gerichte sind oft „Resterlessen“.

      Ja, die hungernden Menschen habe ich bewusst nicht angesprochen im Artikel. Allerdings nicht, weil ich sie nicht sehe oder sehen will – einfach nur um das Problem am Schopf zu packen und auf uns einzelnen runterzurechnen. Viele schalten ab sobald man sich auf die Entwicklungsländer bezieht – weil das ja so weit weg ist und uns nichts angeht. Aber so ist es eben gerade nicht. Aber ich gebe dir vollkommen recht – wir sollten uns was schämen, wenn wir hier jedes Jahr tonnenweise Lebensmittel wegwerfen und kleine Kinder den Hungertod sterben müssen.

      Viele Grüße und bis bald!

      Jassy

      • Antworten
        Häsin
        23. April 2015 at 19:36

        Hallo Jassy,
        ja, ich mag kritische Artikel gern lesen…das ist ein wichtiges Thema, was Du da angesprochen hast und nicht so der Einheitsbrei. Und leider ist es auch ein Thema, welches uns alle mehr oder weniger angeht.
        Bei uns ist es übrigens auch so, dass wir kein Auto haben und schleppen müssen 😉 Das hält mich aber dennoch nicht ab, einiges wegzutragen…immerhin koche/n ich/wir quasi jeden Abend und zur Arbeit nehm ich immer meine 2 Portionen Obst mit, d.h. da muss immer viel Obst und Gemüse hier sein.

        PS: Lass einfach Sanny immer Deine Artikel verlinken, das erinnert mich dann an Deinen Blog und ich komm gern lesen 😉

  • Antworten
    Dila
    23. April 2015 at 12:01

    Ich musste leider erst gestern Lebensmittel wegwerfen – und zwar gleich eine halbe Packung Erdbeeren. Das lag allerdings nicht daran, dass ich sie nicht mehr wollte – ganz im Gegenteil, sie waren einfach zu schnell schlecht geworden. Mich regt sowas ja immer enorm auf. Da kauft man am einen Tag eine Packung Erdbeeren und keine 2 Tage später muss man die hälfte wegwerfen. Ich hab mir mittlerweile angewöhnt, nur noch kleine Mengen zu kaufen und mich nicht mehr so oft von günstigen Preisen verleiten zu lassen. Ansonsten koch ich sehr gerne mit Resten. Mir macht das enorm Spaß immer wieder neue Sachen aus Resten zusammen zu stellen. Und meist wirds dann auch immer richtig lecker!

    • Antworten
      Jassy
      24. April 2015 at 21:29

      Hey Dila,

      jap, das Erdbeerproblem kenne ich auch. Egal ob frisch gebrockt oder aus dem Supermarkt, sie verderben extrem schnell. Wir lassen sie zuhause auch nicht mehr in den Plastikschälchen, sondern lagern sie möglichst getrennt. Im Idealfall isst man sie natürlich sofort 🙂

      Kleine Mengen kaufen bzw. auf den Haushalt angepasste ist auf jeden Fall ein guter Schritt in die richtige Richtung.

      Viele Grüße,

      Jasmin

  • Antworten
    beautiful-way-of-life
    24. April 2015 at 10:59

    ein klasse Post, der wirklich mal wieder zum Nachdenken anregt… ich versuche auch so gut wie nichts wegzuwerfen… in dem ich nur das einkaufe, was ich in einer Woche verbrauchen kann.
    lg missteina von
    http://www.beautiful-way-of-life.blogspot.de

  • Antworten
    Carolin
    25. April 2015 at 17:14

    Ein toller Artikel, der wirklich zum Nachdenken anregt! Perfekt für meine Links der Woche morgen.

    Bei uns landet leider ab und zu auch mal was im Müll, aber seit wir gezielt vor allem am Wochenende kochen und dann auch einkaufen, schon deutlich weniger.
    Bei der Arbeit passiert es häufiger mal, dass jemand Sachen im Kühlschrank liegen lässt, die wer anders dann Monate später findet … und selbst wenn Packungen noch geschlossen sind: Joghurt, der ein halbes Jahr abgelaufen ist, will wirklich niemand mehr essen 😉

    • Antworten
      Jassy
      25. April 2015 at 22:28

      Hallo Carolin,

      danke für dein Lob! Es freut mich sehr, dass du den Artikel so gut findest, dass du ihn für deinen Artikel verwenden möchtest und ihn dort gerne präsentieren wirst! Toll!!

      Da hast du allerdings Recht, Lebensmittel aus dem Kühlschrank, die schon mehrere Monate „drüber“ sind – ja, von denen würde ich auch die Finger lassen 😀 Im Idealfall ist die Packung schon ganz prall und kurz vorm bersten!

      Ich wünsche dir noch ein schönes Wochenende,

      Jasmin

  • Antworten
    Lexa
    6. Juli 2015 at 15:06

    Ein toller Artikel in dem viel wahres steckt. Danke dafür.

    Bei mir landet zum Glück nur ein einziges Lebensmittel regelmäßig im Müll: Kartoffeln. Denn egal wo und wie ich sie lager, sie fangen innerhalb kürzester Zeit an zu keimen und zu schrumpeln… Da habe ich irgendwie kein Glück. Zwar kauf ich theoretisch immer nur die Menge, die ich innerhalb von zwei Tagen auch essen will, aber manchmal ändert sich der Plan ja dann doch und dann war es das mal wieder…
    Ansonsten gehöre ich aber zu den Personen die strikt nach Zettel einkaufen. Nur Schokolade oder Eis landet manchmal ungeplant im Korb. Aber beides wird nicht schlecht 😉

    • Antworten
      Jassy
      1. August 2015 at 12:20

      Hallo Lexa,

      danke für deinen Kommentar und dein Lob. Das Kartoffelproblem habe ich auch. Lange Zeit habe ich eigentlich gar keine Kartoffeln mehr gekauft und jetzt kaufe ich sie nur noch einzeln. Diese riesen Säcke, die bringe ich alleine oder zu zweit einfach nicht weiter. Ich will ja dann auch nicht zwei Wochen durchgehend Kartoffeln essen 🙂 Und ich habe auch das selbe Problem, ich lagere sie wohl irgendwie falsch, denn auch bei mir werden sie sehr schnell schrumpelig und beginnen zu keimen. Furchtbar. Deshalb: nur noch Portionsweise kaufen hehe.

      Ohh ja, Schokolade und Eis. Ach, da kann ich ebenso ein Lied singen 🙂

      Ein schönes Wochenende wünsche ich dir!

      Jasmin

    Antworten

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