Alles andere

Bärlauch Spezial – Bärlauch Gnocchi

Bärlauch Gnocchi

Frühlingszeit ist ganz eindeutig mit einem bestimmten Kraut/Gewürz/Gewächs/Pflanze verbunden: dem Bärlauch. Die Saison ist eröffnet, langsam aber sicher findet ihr den Bärlauch in jedem gut sortierten Supermarkt. Einst musste man ihn lange suchen, fand ihn vielleicht im gut sortierten Bio-Markt, aber mittlerweile hat ihn auch der Lidl um die Ecke. Ich persönlich habe ein kleines Töpfchen hier stehen und schaue meinem Bärlauch beim wachsen und gedeihen zu und ernte immer wieder etwas. Der Bruder des Knoblauchs duftet einfach herrlich und verleiht jedem Gericht das besondere etwas.

Im Rahmen der wunderbaren Aktion „Mein Lieblingskraut“ von Herbaversum zeige ich euch heute, was man neben Bärlauchpesto noch so tolles mit diesem Kraut anstellen kann: Bärlauch Gnocchi.

Zutaten

Zugegeben, Gnocchi selbst zuzubereiten dauert etwas. Einfach eine Packung aus dem Kühlregal kaufen, diese für 4 Minuten in kochendes Wasser werfen und dann genüsslich verspeisen geht bedeutend schneller und schmeckt auch gut. Allerdings ist nicht von der Hand zu weisen, dass selbstgemacht auch hier wieder einfach am besten ist. Für die Zubereitung der Bärlauch Gnocchi für etwa 4 große Portionen benötigt ihr folgende Zutaten:

  • etwa 900g mehlig kochende Kartoffeln
  • 80-100g frischen Bärlauch
  • eine halbe Stange Lauch – nur den weißen Teil
  • 3 Eier
  • 6-8 Esslöffel Mehl
  • 6-8 Esslöffel Grieß
  • 2 Esslöffel Ricotta
  • Salz, Pfeffer, nach Gusto auch gerne noch etwas Paprikapulver, getrocknete Petersilie und Muskatnuss

Bärlauch Gnocchi

Zubereitung der Bärlauch Gnocchi

Wie bereits angedroht – es bedarf etwas Zeit und Geduld diese Gnocchi zuzubereiten. Alles in allem müsst ihr ungefähr 1,5 Stunden einplanen. Aber es lohnt sich – versprochen!

  1. Am Anfang steht wie so oft: Die Kartoffeln in einem großen Topf mit reichlich Wasser gar kochen. Das dauert je nach Größe und Herd etwa 25-40 Minuten. Ich steche die Kartoffeln immer mit einer Gabel an. Rutschen sie runter, sind sie bereit. Verkochen könnt ihr sie in diesem Fall nicht, umso weicher umso besser. Danach werden die Kartoffeln geschält und noch heiß durch eine Kartoffelpresse gepresst oder mit einem Kartoffelstampfer klein gestampft.
  2. Während die Kartoffeln so vor sich hindümpeln könnt ihr auch bereits dem Bärlauch sowie dem Lauch widmen. Gerne könnt ihr auch Zwiebeln verwenden, idealerweise Schalotten, die sind nicht so rass im Geschmack. In einer Pfanne dünstet ihr dann alles kurz an und lasst es dann etwas abkühlen. Mit einem Zauberstab vermixt ihr danach den Bärlauch, den Lauch, die Eier und die Gewürze bis eine sämige, homogene Flüssigkeit entsteht. Gebt dann den Ricotta hinzu und vermengt nochmals alles gut miteinander.
  3. Die Flüssigkeit, das Mehl und der Grieß dürfen nun zu den zerstampften Kartoffeln. Vermengt alles sehr gut miteinander. Sollte euch der Teig zu weich bzw. flüssig sein, gebt einfach noch etwas Mehl und Grieß hinzu. Der Teig sollte weich und leicht formbar sein, jedoch seine Form behalten und nicht „zerfließen“.
  4. Nun kommen wir zum eigentlichen Formen der Gnocchi. Dazu bestäube ich zunächst ein Brett mit etwas Grieß. Dann nehme ich etwa eine Handvoll Teig, rolle diese zu einer 2cm dicken Wurst aus und schneide sie in etwa fingerdicke Stücke. Diese könnt ihr dann entweder sofort mit einer Gabel etwas eindrücken, sodass das typische „Gnocchi-Muster“ entsteht, oder ihr rollt sie vorher noch kurz in eurer Hand, bis euch die Form gefällt.
  5. Und wieder brauchen wir kochendes, gesalzenes Wasser. Gebt die Gnocchi nach und nach in das heiße Wasser. Sie sind innerhalb weniger Minuten fertig. Dies erkennt ihr daran, dass sie oben schwimmen. Schöpft sie ab und gebt sie danach kurz in eine heiße, ausgebutterte Pfanne.



Tipp

Die Gnocchi schmecken noch gefühlte 10000x besser wenn ihr den Teig am Vortag zubereitet und über Nacht im Kühlschrank ziehen lasst. So könnt ihr auch die Arbeitszeit etwas strecken, denn das Formen und Kochen der Gnocchi geht fix von der Hand.


Das war es im Prinzip auch schon. Bei uns gab es dazu die leckere Gorgonzola-Champignon Sauce, die ich euch vor ein paar Wochen gezeigt habe. Und was sagt ihr – werdet ihr euch an die selbstgemachten Gnocchi ranwagen?

Anzeige

Das könnte Dir auch gefallen...

Keine Kommentare

Antworten

* Die Checkbox für die Zustimmung zur Speicherung ist nach DSGVO zwingend.

Ich akzeptiere