Pfannkuchen

Blutorangenpfannkuchen

Portionen

8

Vorbereitungsdauer

40 Minuten

Garzeit

5 Minuten

Zutaten

  • 150g ‏Mehl
  • 250ml ‏Milch
  • 2 ‏Eier
  • 3-4 ‏Blutorangen
  • 3 Esslöffel ‏Zucker
  • eine Prise ‏Salz

Pfannkuchen

Pfannkuchen, Eierkuchen, Palatschinken, wie auch immer ihr sie nennen wollt – lecker sind sie auf jeden Fall. Und vielfältig! Süß, herzhaft, beides? Mit Käse überbacken, als Torte geschichtet und gefüllt. Heute soll es um primär erst einmal darum gehen, dass ein Pfannkuchen zuhause in Windeseile hergestellt. Und das man dafür wahrlich keinerlei Fertigprodukte benötigt: weder fertige Pfannkuchen an sich noch fertige Teigmischungen. Alles was ihr benötigt sind Eier, Milch und etwas Mehl. Damit könnt ihr bereits Pfannkuchen backen! Mit weiteren Zutaten wie beispielsweise Zucker, Zimt, Mineralwasser, Saft aber auch Speck, Kräutern und Co. verleiht ihr dem Grundteig nur noch etwas mehr Pfiff und macht ihn abwechslungsreicher und interessanter. Und weil es eben so derart einfach ist und es dafür einfach zu viele Produkte in den Regalen der Supermärkte gibt, hat sich die Rettungstruppe diesen Monat dem Thema „Pfannkuchen, Crepes & Co.“ gewidmet.

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Für einige von euch sind die „Rettungstruppe“ und ihre Aktionen vermutlich noch kein Begriff. Unter dem Motto „Wir retten was zu retten ist“ widmen sich Blogger Gerichten und Produkten, die man easy peasy ganz leicht zuhause selbst herstellen kann – obgleich es sie in Massen im Supermarktregal zu finden gibt. Meist mit einer langen Zutatenliste versehen, die zu 70% aus E-Nummern besteht. Also, wieso kaufen, wenn man es selbst machen kann? Retten wir also, was zu retten ist! Und auch ich möchte gerne meinen Beitrag dazu leisten – mit einem Rezept für unschlagbar leckere Blutorangenpfannkuchen!

Pfannkuchen

Zugegeben, am liebsten esse ich „nackte“, ungesüßte Pfannkuchen in einer leckeren Suppe. Früher war es bei uns Gang und Gäbe, dass die übrig gebliebenen Pfannkuchen nach dem Erkalten klein geschnitten und am nächsten Tag als Pfannkuchensuppe auf dem Tisch standen. Auch am Anfang meines Studiums gab es bei mir ziemlich häufig Pfannkuchensuppe zu essen. Pfannkuchen in der süßen Variante esse ich hingegen eher selten. Meist fällt mir das spontan ein, oftmals als Dessert nach dem eigentlich Abendessen. Allerdings habe ich jetzt allein vom Schreiben dieses Artikels schon wieder so Lust auf eine Pfannkuchensuppe bekommen, dass ich ersthaft am Überlegen bin, ob ich nicht nachher noch welche ausbacke, nur um sie dann morgen in der Suppe essen zu können 😀

Pfannkuchen

Zubereitung der Blutorangenpfannkuchen

    Wenn ihr noch nie Pfannkuchen gebacken habt, dann seid nicht traurig, wenn die ersten nicht sonderlich schön werden, zerfallen oder verkohlen. Auch ich musste nun mit dem neuen Ofen erst wieder rumprobieren, wie heiß muss ich den Herd einstellen, wie lange lasse ich die einzelnen Seiten backen etc. Übung macht auch hier den Meister – aber: es ist wirklich nicht schwer 🙂

  1. Für den Teig verrührt ihr Eier, Mehl und Milch zu einem glatten Teig. Presst zwei Blutorangen aus und gebt den Saft ebenso hinzu. Nun noch Zucker und Salz unterrühren und der Teig ist soweit fertig.
  2. Ich lasse den Teig dann immer etwa eine halbe Stunde ruhen. Währenddessen könnt ihr noch 1-2 Blutorangen filetieren und in etwa 0,5cm dicke Scheiben schneiden. Ihr könnt diese dann separat in einer Pfanne anbraten oder direkt in der Pfanne auf den noch rohen Pfannkuchenteig geben.
  3. Zum Ausbacken benötigt ihr eine gute Pfanne – ich bevorzuge dafür meine Eisenpfanne. In diese gebe ich etwas Butter und dann eine Kelle voll Teig. Schwenkt die Pfanne etwas im Kreis, damit sich der Teig überall verteilen kann. Bei mittlerer Hitze backt ihr den Pfannkuchen nun goldgelb. Zum Wenden könnt ihr entweder einen Teller oder aber einfach einen Pfannenwender verwenden. Funktioniert beides in etwa gleich gut.
  4. Pfannkuchen

  5. Wenn ihr mögt, könnt ihr auch direkt auf den noch flüssigen Teig in der Pfanne die Blutorangenscheiben geben. Mit dem Umdrehen wird es nun jedoch etwas komplizierter und ich würde dafür in jedem Fall einen Teller zu Hilfe nehmen, auf den Man den Pfannkuchen stürzen und dann wieder in die Pfanne zurückgleiten lassen kann.
  6. Backt den Pfannkuchen auch einige Minuten bei mittlerer Hitze von der zweiten Seite – schon ist er verzehrfertig.
  7. Idealerweise serviert ihr diesen warm, mit ebenso warmen Blutorangenscheiben und, sofern ihr mögt, mit etwas Blutorangensirup. Diese könnt ihr mit etwas frisch gepresstem Blutorangensaft und zwei Esslöffeln Zucker fix in einem Topf kochen. Einfach Zucker und Saft erhitzen und einige Minuten sprudelnd kochen lassen. Jedoch nicht zu lange, dann wird der Sirup nämlich braun/schwarz, weil euch der Zucker verkohlt ist. Ob die gewünschte Konsistenz erreicht wurde, könnt ihr mit einem Glas kalten Wasser überprüfen. Tropft von dem noch heißen Sirup etwas hinein, wird er sofort zähflüssig, eignet er sich hervorragend für euren Zweck. Wird er fest, wurde er zu lange gekocht, ist er noch flüssig, braucht er noch ein paar Minuten.

Falls ihr nun auch in Pfannkuchen-Back-Laune seid, so schaut euch auch gern in den anderen Beiträgen zum aktuellen Rettungsthema um! Ich wünsche euch viel Spaß beim Stöbern und Nachbacken/Nachkochen.

Die Rettungstruppe und ihre Rezepte

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40 Antworten

  1. Ich bin auch nicht so der große Süßzahn, hatte aber für die Rettung auch süß-fruchtig gewählt. Mjam, dein Blutorangen-Eierkuchen lacht mich auch an. Hübsch! Pfannkuchensuppe habe ich noch nie gegessen. Offenbar eine echte Bildungslücke …

    • Vielen Dank Peggy 🙂 Du hast noch nie Pfannkuchensuppe gegessen?! Stell dir gerade einen sehr ungläubigen und entsetzten Gesichtsausdruck vor! Das ist die weltbeste Einlage für jede Suppe! Sooo wunderbar lecker und sättigend! Man muss sie nur gut dosieren, denn wenn sie zu lange in der Suppe sind, saugen sie sich damit voll und werden riesig und matschig. Manche mögen das, ich finde das furchtbar haha.

      Viele Grüße an Dich,

      Jasmin

  2. Deine Fotos sind wirklich schön! Und die Palatschinken-Variante mit Blutorangen finde ich toll – so als bekennenter Zitrusfrüchtejunkie …

    • Vielen Dank Susi, es freut mich sehr, wenn die Fotos gefallen! Für Zitrusfrüchtejunkies dürften diese Pfannkuchen wirklich genau das richtige sein. Der Teig selbst schmeckt schon total lecker nach Orange, ganz ohne Übertreibung!

      Viele Grüße an Dich, Jasmin

  3. Heute habe ich den Fehler gemacht, dass ich noch nix gegessen habe, als ich die Posts anfing zu lesen.
    Mit dem Erfolg dass ich hier leicht sabbernd (sorry) rumsitze.

    Schaut das gut Aus!!!

    lg. Sina

    • Danke Sina 🙂 Ich hab auch noch nichts gefuttert, sitze hier mit meinem Kaffee und stöbere so vor mich hin. Ich hab sooo Lust auf a Pfannkuchensuppe, dass ich fürchte, heute Mittag wirklich eine solche zu machen. Suppe hab ich eingekocht noch etwa 10 Liter im Keller stehen, das ist also kein Problem. Und wenn ich direkt mal Pfannkuchen aus 10 Eiern backe und diese einfriere, hab ich auch davon erstmal einen guten Vorrat. Ich finde das hört sich fantastisch an, auch wenn ich mich gerade noch nicht aufraffen kann, in die Küche zu gehen. Aber später dann bestimmt, wenn der Hunger die Oberhand übernimmt 🙂

      Viele Grüße an Dich,

      Jasmin

  4. Ich bin ja auch so so Süße, aber dafür liebe ich Blutorangen. Deine Pfannkuchen-Variante steht also ganz oben auf meiner Liste.
    Und Pfannkuchensuppe, die ist hier auch sehr gerne gesehen.

    • Ich finde Blutorangen sooo sooo soooooooooooooo gut! Wobei ich zugeben muss, dass ich sie meist direkt pur esse oder einfach auspresse und den Saft trinke. Ist einfach nochmal eine Stufe leckerer als „normale“ Orangen.

      Viele Grüße an Dich und viel Spaß beim Nachbacken!

      Jasmin

  5. Sieht das gut aus. Mmm… Schade, dass wir „nur“ gucken und nicht gegenseitig probieren können.

    • Vielen Dank Britta 🙂

      Das stimmt, gegenseitig probieren wär noch viel toller!

      Viele Grüße an Dich,

      Jasmin

    • Gell, das mein ich aber auch 🙂

      Viele Grüße an Dich,

      Jasmin

  6. Blutorangen hatten wir kürzlich auf einem gestürzten Kuchen.
    Mir würde in Deiner Variante noch das wichtigste als Grundlage fehlen:




    Nutella!

    • Lieber Peter,

      da hast du natürlich absolut Recht, ohne Nutella geht schon mal gar nichts 😀 Aber ich löffel das lieber so direkt aus dem Glas nebenher 😉

      Viele Grüße an Dich,

      Jasmin

  7. Dein Rezept liest sich bis auf die Blutorangen echt super. Leider konnte ich mich mit denen bis jetzt noch nicht wirklich anfreunden. Aber vielleicht ist dein Rezept ja der Weg zu einer lebenslangen Blutorangenliebe?
    Liebe Grüße, Tanja

    • Aber das hoffe ich doch schwer 😀 Aber du kannst gerne auch eine Frucht benutzen, bei der die Liebe schon vorhanden ist 🙂

      Viele Grüße,

      Jasmin

  8. Jetzt habe ich noch eine fruchtige Variante. Nach Apfel und Banane nun Blutorange. Sehr lecker.Deine Fotos sind toll!

    • Vielen lieben Dank für das Kompliment!

      Herzliche Grüße,

      Jasmin

  9. Mah.. Schaut das lecker aus! Ich hab ja schon ewig keine Palatschinken mehr gegessen! Bei uns kamen sie früher immer mit verschiedenen selbstgemachten Marmeladen auf den Tisch und wurden am nächsten Tag auch zu einer leckeren Frittatensuppe weiter verarbeitet! Dein Rezept mit Blutorangen muss ich unbedingt ausprobieren! Danke, für die tolle Idee! 🙂

    • Hallo Sarah,

      danke für das Kompliment 🙂 Marmeladen standen bei uns zwar meist auch auf dem Tisch, ich hab jedoch im Regelfall Zimt-Zucker bevorzugt. Ab und zu hat sich aber auch ein bisschen Johannisbeergelee auf einen meiner Pfannkuchen verirrt!

      Viel Spaß beim Nachbacken – ich bin gespannt, obs dir auch so gut schmeckt!

      Viele Grüße,

      Jasmin

  10. Super sehen die aus, auf die Idee den Saft mitzuverwenden wäre ich nicht gekommen. Mal gucken wo ich noch Blutorangen herkriege…

    • Hallo Anna,

      aktuell bekommt man noch gute Blutorangen, die Saison neigt sich aber schon rasch dem Ende zu. Natürlich kannst du das auch mit normalen Orangen oder generell mit Obst machen – der Saft gibt den Pfannkuchen ein ganz tolles Aroma!

      Viele Grüße an Dich,

      Jasmin

  11. Ich muss mich da anschließen – Pfannkuchensuppe habe ich auch noch nie gegessen. Das könnte einerseits daran liegen, dass 1. unsere Pfannkuchen immer süß sind und 2. das es keine „übrig gebliebenen“ Pfannkuchen gibt *g* Egal wieviele gemacht werden, spätestens abends sind alle weg 😛

    LG Jette

    • Hallo Jette,

      na das ist ja der Wahnsinn, das so viele noch niemals eine Pfannkuchensuppe gegessen haben! Das musst du unbedingt mal nachholen! Sehr lecker, ich verspreche es!

      Viele Grüße an Dich,

      Jasmin

  12. Oh, die Variante mit dem Blutorangensaft im Pfannkuchenteig gefällt mir und wird ausprobiert! Und die Bilder sind klasse! Die Pfannkuchensuppe heißt hier bei uns in Südtirol übrigens Frittatensuppe 🙂 und die gibt es immer, wenn vom Pfannkuchenessen am Vorabend noch einer übrig bleibt…

    • Hallo Kebo,

      danke für das Kompliment, es freut mich, wenn die Fotos und das Rezept so gut ankommen! Ja, eine Suppe bietet sich für die übrig gebliebenen Pfannkuchen wirklich immer gut an. Gerade bei dem aktuellen Wetter. Einfach ideal 🙂

      Viele Grüße an Dich,

      Jasmin

  13. Ui mit Blutorangen, das liebe ich, wird bestimmt ausprobiert!

    LG Wilma/Pane-Bistecca

    • Hallo Wilma,

      es freut mich, dass dir das Rezept so gut gefällt! Viel Freude beim Nachbacken!

      Jasmin

  14. In Schwaben und Baden wird die Pfannkuchensuppe übrigens Flädlesuppe genannt…

    Die Variante mit Blutorangen im Teig kannte ich auch noch nicht. Ich habe mir, nachdem ich mich auf den diversen Blogs hungrig gelesen habe, gerade Apfelpfannkuchen zum Frühstück gemacht…

    LG Andrea

    • Liebe Andrea,

      das kann ich gut nachvollziehen – wenn man sich durch viele Beiträge liest, dann bekommt man automatisch Appetit 🙂 Hast du die Äpfel direkt in die Pfannkuchen eingebacken?

      Viele Grüße,

      Jasmin

  15. Die haben mich sofort angelacht mit den Blutorangen. Gepinnt hatte ich sie schon und jetzt auch die Blutorangen beschafft, da muss schnell mal danke fürs Rezept sagen. Sieht alle ganz toll aus bei Dir.
    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende
    Ingrid

    • Hallo Ingrid,

      das freut mich sehr, dass dir die Pfannkuchen so gut gefallen! Vielen Dank auch fürs Pinnen 🙂

      Gern geschehen, gutes Gelingen und einen guten Appetit! Hab du ebenfalls ein tolles Wochenende,

      Jasmin

  16. Eine sehr schöne Idee, gerade jetzt in der Jahreszeit. Zitrusfrüchte haben Saison und für mich kann es nicht genug Rezepte geben für eine Verwendung. Danke dafür !

    • Hallo Petra,

      ich bin auch ein großer Zitrusfan, leider ist die Saison nun mehr oder weniger vorbei. Aber dafür gibts nun wieder andere tolle Dinge – Bärlauch beispielsweise. Und die Erdbeeren lassen auch nicht mehr lange auf sich warten. Das finde ich, ist das schöne an „Saison“. Man freut sich auf die Sachen! Man muss nicht immer alles das ganze Jahr über kaufen können 🙂

      Viele Grüße, Jasmin

  17. Das ist ja eine geniale Kombination! Noch gibt es ja Blutorangen, so dass ich das Rezept mal nachkochen kann.

    • Hallo Karin,

      ja, einige wenige findet man tatsächlich noch 🙂 Eile dich und genieße sie!

      Viele Grüße,

      Jasmin

  18. oh mein Gott, Du hast sooooo eine schöne Seite! Und so tolle Rezepte.
    Habe grade Blutorangen gekauft, per Zufall…. Und zur Rettungsaktion kann ich nur sagen: NIEMALS würde ich Pfannkuchen fertig kaufen.

    Ich muss jetzt dringend weg, nachkochen… 😀

    • Hallo Melanie,

      vielen Dank für das wunderbare Kompliment, es freut mich wirklich sehr, dass dir meine Seite so gut gefällt 🙂 Ich hoffe, die Pfannkuchen haben dir geschmeckt!

      Viele Grüße,

      Jasmin

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